zurück

 
SDS-Website  

 

Vorwort zum Spezial der Frankfurter Rundschau zur Fischer-Kontroverse

Die 68er-Generation hat den Gang durch die Institutionen auf sich genommen - mittlerweile sitzen etliche ihrer Vertreter in der rot-grünen Regierung. Auch in anderen Schlüsselpositionen unserer Gesellschaft stehen heute die Menschen, die damals dagegen wehrten, dass Prominente aus der Zeit des Nationalsozialismus übergangslos das Grundgerüst der Nachkriegsdemokratie bildeten. Bis zur Protestbewegung der sechziger und siebziger Jahre wurde in der damaligen Gesellschaft weder offen über die braunen Zeiten gesprochen geschweige denn wurden sie aufgearbeitet. Auch der heutige grüne Außenminister Joschka Fischer gehörte zu den wichtigen Protagonisten im Kampf gegen ein verkrustetes und autoritäres System. Gewaltbereitschaft und Meinungsführerschaft räumt er ein, aber vom aufkommenden RAF-Terrorismus hat er sich deutlich distanziert (siehe dazu auch das FR-Spezial "Der deutsche Herbst".
Anfang 2001 gibt Fischer in einem Interview zu: "Wir haben Häuser besetzt, und wenn die geräumt werden sollten, haben wir uns gewehrt. Wir haben Steine geworfen. Wir wurden verdroschen, aber wir haben auch kräftig hingelangt". Daraufhin forderten die Unionsparteien Fischers Rücktritt als Außenminister und eine Distanzierung der Grünen von Gewalt. Wie die Debatte weiter verläuft, lesen Sie in diesem fortlaufend aktualisierten Spezial

Frankfurter Rundschau Spezial