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11.12.2000 BILD ONLINE - Politik

KOMMENTARE

Fischers Vergangenheit
Der milde Joschka

Von PETER BOENISCH

Leserbrief-Welle in manchen deutschen Zeitungen: Es geht um einen „lupenreineren Außenminister“. Die Schreiber stört die frühere Nähe des heutigen Außenministers zur Terrorszene.

Diese Bürger (und auch ich) haben Fischer nicht gewählt. Andere haben das getan, obwohl oder gerade weil sie seine Sturm- und Drang-Vergangenheit kannten. Das ist zu respektieren.

Wichtig ist jetzt nicht, was der grüne Mann auf Turnschuhen getrieben hat, sondern was der grau werdende Fischer als Außenminister leistet und was nicht.

Die Nähe zur Gewalt in jungen Jahren kann durchaus heilsam sein für ein späteres, vernünftiges Miteinander.

Auch seine Gegner sollten Fischer einen Hang zum Steinewerfen nicht mehr nachsagen.

Schon seit vielen Jahren ist der wilde Joschka moderat und nicht erst, seit er Krawatte trägt.