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Fischer war laut Volmer nur kurz bei PLO-Treffen

 

BERLIN, 14. Februar (ap/dpa). Die Teilnahme von Außenminister Joschka Fischer an einer PLO-Solidaritätskonferenz vor 31 Jahren in Algier hat jetzt auch den Bundestag beschäftigt. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer, berichtete am Mittwoch in der Fragestunde des Parlaments, Fischer habe an der Veranstaltung nur eine Stunde teilgenommen, "weil sie ihm zu langweilig war". Da Fischer sein jüdischer Freund Daniel Cohn-Bendit begleitet habe, sei ein "anti-israelischer Duktus" ausgeschlossen.

Fischer hatte die Teilnahme an der Konferenz eingeräumt, nachdem das ARD-Magazin "Report" davon berichtet hatte. Volmer sagte, Fischer habe in Algier keine Resolution über die Befreiung der Palästinenser oder Ähnliches unterzeichnet. Die Medienberichte über das Treffen sind widersprüchlich. "Report" behauptet, Yassir Arafat habe damals "den Kampf gegen Israel bis zum ,Endsieg' " propagiert. Laut der Frankfurter Allgemeinen vom Januar 1970 sagte Arafat, für einen palästinensischen Staat, "in dem alle Bürger - Juden, Christen und Muselmanen - mit gleichen Rechten zusammenleben, dafür werden wir weiter kämpfen bis zum endgültigen Sieg."

FR vom 15.2.2001