home

zurück

 
 

SDS-Website

 
 

Iran - Persien:
Revolution und die Bombe

 

BEATE SEEL: Iranische Bloggerin auf Kaution frei. Ahari entgeht Todesstrafe. (taz, 13.9.10).
Eine internationale Kampagne setzte sich für die seit Ende 2009 inhaftierte Shiva Nazar Ahari ein. Als vermeintliche "Feindin Gottes" drohte ihr die Hinrichtung.

Shiva Nazar Ahari - Die Feindin Gottes oder das Leben einer Menschenrechtsverteidigerin im Iran (taz, 2.9.10).
Shiva Nazar Ahari - Jailed in Iran
Shiva Nazar Ahari

Shiva Nazar Ahari is a 26-year-old Iranian human rights activist specializing in child labor and the defense of political prisoners. She is in Evin prison awaiting trial. On December 21st 2009 Shiva Nazar Ahari was re-arrested. Once more held in solitary confinement, she has now been charged with three crimes: Assembly and Collusion to commit a crime, Propagating against the Regime and "Moharebeh" (enmity with god). According to her mother, the accusations accuse her of  “causing unease in the public mind through writing on the CHRR’s website and other sites” and “acting against national security by participating in demonstrations". Shiva denies attending the demonstrations, saying that she was at work on those days. Her trial to be held on September 4th 2010 could result in a lengthy prison sentence - or even the death penalty.
The trial of Shiva Nazar Ahari, 26, started Saturday in Tehran. Ahari is facing several charges like belonging to the People's Mujahedin of Iran, known as Mojahedin-e Khalgh (MEK), which calls for overthrowing the Iranian regime. Ahari is facing several other charges like waging war against God, assembly for planning crimes, destabilizing security, and propaganda against the regime, ILNA News Agency reported Saturday
.
Committee of Human Rights Reporters (CHRR): The latest trial for Shiva Nazar Ahari, a founding member of CHRR, took place today in branch 26 of the Revolutionary Court with presiding judge Pir-Abassi. According to Shiva’s lawyer Mohammad Sharif, the court announced her charges as Moharebeh (waging was against God) under Article 186, colluding to commit a crime under Article 610, propaganda against the system under Article 500, and disturbing public order under Article 618 (the Articles listed for the charges are in the Islamic Criminal Law). Shiva Nazar Ahari denied the charges in court. The Moharebeh charge, which is based on the accusation of association with the Mujahedin-e Khalgh organization, was rejected by Shiva.

. 

SABA FARZAN: Grüne Bewegung in Iran. Gegen den Israel-Hass. (taz, 28.6.10).
Der versuchte Bruch der Gaza-Blockade hat Irans grüne Bewegung gespalten. Zwei offene Briefe zeigen: Vor allem Jüngere wehren sich gegen ein einseitiges Urteil.

Bernard-Henri Lévy. French philosopher and writer. (HP, September 2, 2010 09). Interview: Sakineh Mohammadi Ashtiani's Son, Sajjad, Speaks.

Ashtiani
Sakineh Mohammadi Ashtiani, Iranian Mother, could be put to death at any moment.

Deutsche
Bundesregierung kämpft gegen Todesstrafe für Iranerin.
Eine Ausreise der wegen angeblichen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten Frau nach Brasilien kommt nicht in Frage. Jetzt schaltet sich auch die Bundesregierung ein. Die Strafe dürfe auf keinen Fall vollstreckt werden, fordert das Auswärtige Amt. Die Regierung in Teheran hat klargestellt: Sakine Mohammadi Aschtiani, 43, bleibt in Haft. Von einer Ausweisung der wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten Frau nach Brasilien will Iran nichts wissen. Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hatte Ende Juli angeboten, die Frau in seinem Land aufzunehmen. Mohammadi Aschtiani war laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International 2006 zu 99 Peitschenhieben verurteilt worden, weil sie nach dem Tod ihres Ehemannes eine "unrechtmäßige Beziehung" zu zwei Männern gehabt haben soll. Während eines Prozesses im September desselben Jahres gegen einen Mann, der des Mordes an ihrem Ehemann beschuldigt wurde, wurde sie schließlich wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. (Spiegel, 13.8.10)

 

Kinderficker Khomeini. (dort Link zu Youtube)
Tariq Ibn Lahsan (September 15, 2009 ): Im arabischen Fernsehen berichtet ein ehemaliger Weggefährte (As-Sayyid Al-Hussein Al-Mussawy) von einer gemeinsamen Reise im Irak, wo Khomeini sich zeitweise, wie auch in Frankreich, als Asylant vor der Verfolgung durch die persischen Behörden verkrochen hatte. Die Schreie eines vergewaltigten Kindes gehen selbst dem hartgesottenen Moslem nicht mehr aus dem Sinn. Khomeini hat die Kinderschändung in seinen Schriften ausdrücklich für islamisch erlaubt erklärt, und konnte sich dabei auf die “heiligen Schriften” des Islam berufen.
Khomeini vergewaltigt im Namen der Genussehe ein kleines Mädchen und hat nicht nicht einmal Scham davor, diese Schande in seinem Buch Tahrir al-Wasilah mit einer Fatwa zu legitimieren, wonach das Befummeln und Begrabschen und das zwischen die Schenkel legen des Geschlechtsteils bei einem Säugling (!) kein Problem darstellt.
Nachgelesen werden kann dies auf folgenden schiitischen Seiten:
http://www.alseraj.net/maktaba/kotob/...
http://www.shiastudies.com/library/ar...
http://www.leader.ir/tree/index.php?c...

Hier das Skript in deutscher Übersetzung:
As-Sayyid Al-Hussein Al-Mussawy, möge Allah sich ihm erbarmen, sagte:
"Als der Imam Al-Khumaini in Irak lebte, wendeten wir uns (oftmals) an ihn, um von ihm das Wissen zu verlangen, bis unsere Beziehung mit ihm sehr innig waren. Eines Tages stimmte er einer Bitte zu, in eine Stadt zu Besuch zu erscheinen. Diese Stadt lag im westlich von Mosul um 1 1/2 Stunden mit dem Auto entfernt. Er bat mich ihn auf dieser Reise zu begleiten und ich nahm das Angebot an und reiste mit ihn. Sie -die Bewohner dieser Stadt- nahmen uns in der Zeit unseres Aufenthaltes bei einer dort lebenden shiitischen Familie sehr großzügig auf. [...]
Als die Reise ihrem Ende nahte, wollten wir wieder zurückkehren. Auf unserem nach Hauseweg und unserer Durchquerung von Baghdad, wollte der Imam eine Rast von der Beschwerlichkeit der Reise einlegen. So befahl er, das Gebiet der `Atifiah anzuzielen, den dort lebte ein Mann iranischer Herkunft, der Said Sahib hieß, zwischen dem und dem Imam eine innige Bindung bestand. [...] Und als die Schlafenszeit näher rückte und die Anwesenden zu ihren Häusern kehrten, sah der Imam Al-Khumaini ein kleines Mädchen, die ca. 4-5 Jahre alt war, die aber sehr schön aussah. So forderte die Imam von ihrem Vater Sayyd Sahib sie für eine Zeitehe bzw. Genussehe zur Verfügung zu stellen. Er genehmigte es mit großer Freude. So ging Imam Al-Khumaini zu Bett und das kleine Mädchen war auf seinem Schoß;. Wir hörten nur ihr Weinen und ihr Schreien!! [...]
Er fragte (am darauffolgenden Tag): Sayyid Hussein! Die Zeitehe mit ihr ist erlaubt. Jedoch nur mit Spielchen, Küssen und dem Tafkhith -also, dass man den Penis zwischen die Schenkel legt. Jedoch ist der Geschlechtsverkehr mit ihr nicht möglich.
Der Imam Al-Khumaini sah sogar die Zeitehe mit einem Säugling als erlaubt an. Er sagte: "Es ist nichts schlimmes dran, den Genuss mit einem Säugling in Form von Umarmung und Tafkhith und Küssen zu praktizieren." [Tahrir Al-Wassilah (2/241)]

Screenshot von der offiziellen Seite Khameneis mit dem Buch Khomeinis (Link oben):
http://www.maslul.de/tl_files/images/...

Scan des Buches:
http://www.maslul.de/tl_files/images/...

 

Holocaust denial and protest in Tehran on Jerusalem Day
Mr. Ahmadinejad said that confrontation with Israel was a “national and religious duty” and that the Holocaust was “a lie” that was used as a pretext for the country’s creation in 1948. Although he has called the Holocaust a “myth” in the past, provoking angry reactions in the West, he has rarely if ever used the word “lie” in public speeches.... At one point thousands of protesters chanting “death to the dictator” as they walked down Valiasr Street, the broad avenue that runs across much of Tehran, collided with an equally large crowd of pro-government marchers chanting slogans against Israel, the United States and Britain. Tens of thousands of protesters chanted and carried banners through the heart of Tehran and other Iranian cities on Friday, hijacking a government-organized anti-Israel march and injecting new life into the country’s opposition movement. (NYT, 9/19/09).

Obama verweigert Israel Erlaubnis für Angriff auf Iran. Obama wurde deutlich: Die USA hätten Israel "absolut kein" grünes Licht für einen derartigen Angriff gegeben, sagte der Präsident in Moskau. "Wir können anderen Ländern nicht ihre Sicherheitsinteressen diktieren." Es sei durchaus im Interesse der USA, das Problem der nuklearen Kapazitäten Irans zu lösen. Er setze in dieser Frage jedoch auf "diplomatische Kanäle" sagte Obama am Rande seines Staatsbesuchs in Moskau. Washington behalte sich jedoch das Recht "jeglicher Aktionen" vor, um die USA zu schützen. (Spiegel, 7.7.09).

Hartmut Krauss: Rebellion im Gotteszuchthaus
Zum offenen Ausbruch der Herrschaftskrise im staatsislamistisch vergesellschafteten Iran

Die Sachzwänge der Revolution. Über den nicht enden wollenden Verrat der Linken an der Freiheit der Iraner 1979–2009 (Bahamas 58, 2009)
Bahman Nirumand hat dazu gelernt, so spricht er heute von „Zivilgesellschaft“ und nicht mehr von „den Massen“, aber den spezifischen Blickwinkel des Ideologen hat er beibehalten – was bleibt einem auch übrig, der allzu lange, allzu lautstark den Islam verharmlost hat? Er hätte Konsequenzen aus seinen Erfahrungen ziehen müssen. Schließlich ist er 1979 nach Persien gereist, um der Revolution zum Erfolg zu verhelfen. Nach einigen Jahren in der Illegalität reiste er dann aus – aber bis heute gibt es kein Wort der Selbstreflexion zu den eigenen Fehleinschätzungen. Noch im Januar 2005 erklärte er in einem Interview: „Dass die Islamisten an die Macht kommen würden, hat zu Beginn des Volksaufstands niemand geglaubt. Für diese unerwartete Wende in der iranischen Geschichte gibt es zwar historische Gründe, man kann das alles im Nachhinein analysieren, aber es spielten auch viele Zufälle eine Rolle.“   ....Und: Er hat die Emanzipation der Frauen schon damals für die nationale Sache drangegeben. ... Ohne die iranische Linke wären der Umsturz vom Februar 1979 und die Ausrufung der Islamischen Republik unmöglich gewesen. Sie (die Linken) waren von Anfang an Khomeinis nützliche Idioten.

Björn Staschen, ARD-Studio London: Basidsch-Milizen im Iran - Die für die "Drecksarbeit" (ARD, 28.12.2009). Sie sind die brutalste Waffe des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad in den Auseinandersetzungen mit Demonstranten und Regimegegnern: die Basidsch-Milizen. Oft in zivil gekleidet, auf Motorrädern, bewaffnet mit Schlagstöcken und Messern, gehen sie massiv gegen Zivilisten vor. Sie erledigen die Drecksarbeit. Nun hat zum ersten Mal seit den Wahlen im Juni ein Basidsch-Milizionär ausgepackt: Im britischen Fernsehen berichtete er ("Channel 4" nennt ihn Sayyed) über die Methoden von Ahmadinedschads Schergen. Der 27-jährige Seyyed berichtet im Fernseh-Interview, die Basidsch hätten den Auftrag gehabt, die Wahlen zu beeinflussen. Sehr früh sei klar gewesen, dass Studenten und junge Wähler gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad stimmen würden. "Wir haben also sichergestellt, dass ihre Stimmen nicht gezählt wurden", sagt er.

Behrouz Khosrozadeh (telepolis, 27.11.2009): Die Waffen-SS und die "Schwarzhemden" der Islamischen Republik Iran - Sepah (Revolutionswächter) und Bassidsch-Miliz - Gewaltmaschinerie des Gottesstaates und Widerstand

Iran: The end of the Republic?  By Bernd Kaussler (Al Jazeera, 1.8.09).

FAU (Adel Moradi, Maria Hoffmann, Direkte Aktion, Sept. 09): Tod der Diktatur! Zur politischen und sozialen Situation im Iran.
Die antikapitalistischen Kräfte im Iran sind innerhalb dieser Massenproteste äußerst präsent, sie wollen sich aus diesem riesigen Knast in der Größe eines Landes befreien. Wichtig dabei ist unsere Solidarität. Beispielsweise hat die FAU im Februar 2006 Geld für streikende Busfahrer in Teheran gesammelt. Eine andere Möglichkeit sind öffentlichkeitswirksame Solidaritätsaktionen.

Solidaritätsaufruf zur Unterstützung der iranischen Demokratinnen und Demokraten von über Hundert TeilnehmerInnen der Demonstration gegen den Besuch des Schah von Persien in der Bundesrepublik am 2. Juni 1967.

Mohsen Massarat (Attac Wissenschaftlicher Beirat) und Pedram Shahyar (Bundes-Koordinierungskreis Attac):
Die Bewegung für Demokratie und Emanzipation im Iran mit voller Kraft unterstützen
(scharf-links, 11.7.09).
Mahmud Ahmadinedschad ist nicht der Mann, der unnachgiebig die Interessen der Armen vertritt, unerschrocken die Korruption bekämpft und mutig dem Imperialismus die Stirn bietet, für den ein Teil der gutgläubigen, uninformierten und ideologisch geblendeten Linken in Deutschland und der Welt ihn hält. Leider wurden auch die südamerikanischen Präsidenten, wie Hugo Chavez, Opfer der eigenen Oberflächlichkeit und des verantwortungslosen Umgangs mit den wirklichen Verhältnissen im Iran. Die Positionierung von Chavez und anderen in Südamerika steht in krassem Widerspruch zu den emanzipatorischen Idealen des „Sozialismus im 21. Jahrhundert“. Universelle Rechte dürfen nicht taktisch-geopolitischen Denkspielen geopfert werden. Mit der Anerkennung Ahmadinedschads haben Chavez und andere linke Staatspräsidenten der Reform- und Emanzipationsbewegung im Iran großen Schaden zugefügt.
Diese Art von linken und antiimerialistischen Postitionen irren sich nicht nur im Hinblick auf Ahmadinedschad, sondern auch hinsichtlich des Charakters der Volksbewegung und ihrer Führung. Mir Hussein Mussawi, der Präsidentschaftskandidat der Reformbewegung, ist nicht, wie manche aus Unwissenheit oder in bewusst irreführender Absicht unterstellen, ein Mann des Westens. Er ist ein frommer Moslem und ein Mann der islamischen Revolution der ersten Stunde. Er ist im Lager der Konservativen immer noch verankert und bezeichnet sich selbst als prinzipientreuen Reformer...
Wir weisen alle Versuche, die Revolution im Iran zu diskreditieren, mit aller Entschiedenheit zurück und fordern alle sozialen, antikapitalistischen, antihegemonialen Emanzipationsbewegungen in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt auf, die iranische Volksrevolution nach Kräften zu unterstützen und sich für die Freilassung aller politischen Gefangenen, für Demonstrations- und Pressefreiheit im Iran einzusetzen.

Marg Bar Jomhuriye Eslami! (Junge Linke Lippstadt): "Nicht allein die Wahlen, die offenkundig gefälscht wurden, treibt die Menschen auf die Straßen. Es ist die Wut auf die über dreißig Jahre Islamische Republik. Es ist der Zorn über 30 Jahre Gottesstaat, über 30 Jahre Tugendterror, Unterdrückung, Mord und Folter von Frauen, Homosexuellen und Oppositionellen sowie Verfolgung anderer Minderheiten, die dem Regime nicht passen....." (Manche) "Linke und Friedensbewegte, Schreiberlinge der Jungen Welt, Jürgen Elsässer oder sog. AntifaschistInnen wie die ARAB und die ALB sehen" (allerdings) "Agenten des Imperialismus und der Konterrevolution am Werke...."

Reinhard Mohr: DEUTSCHE LINKE UND IRAN. Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad. (Spiegel, 27.6.09). Wir verstehen. Egal, was passiert, der Westen ist schuld, allen voran natürlich Amerika und Israel. Da kann Obama einfühlsame Reden an die arabisch-islamische Welt halten, wie er will. Während Antifa-Gruppen und Autonome zwischen Berlin-Kreuzberg und Freiburg ebenso beharrlich schweigen wie Pax Christi, IPPNW, Terres des Hommes, die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) und Medico International (lieber feiern sie 30 Jahre sandinistische Revolution in Nicaragua), meldet sich ein guter alter Verschwörungstheoretiker zu Wort: Mathias Bröckers: "Auch wenn die Gerüchte über Manipulationen und Wahlbetrug und die Massenproteste gegen das Ergebnis in den auf regime change getrimmten West-Medien derzeit hohe Wellen schlagen und als erster Keim eines Volksaufstandes bejubelt werden - das Wahlergebnis entspricht ziemlich genau dem, was verlässliche Prognosen vor der Wahl vorhersagten." Die völlig irrationale und faktenwidrige Fixierung auf "den Westen" als Urheber allen Übels verstellt die Sicht auf jede greifbare Wirklichkeit. Dass es in Teheran, Maschad, Isfahan und Tabris um genau jene Freiheit geht, die in Europa offenbar nur noch gelangweiltes Gähnen auslöst, scheint da ein Gedanke so fern wie der Mond. Über die "regelrechte Propagandaoffensive gegen den Iran" und das "moralinsaure Geschrei westlicher Politiker und Meinungsmacher" beschwert sich auch das rechtsradikale "Störtebeker"-Netz. Die rechtsextreme DVU sandte bereits am 15. Juni ein Glückwunschschreiben an Ahmadinedschad. Und der Vorsitzende der NPD, Udo Voigt, schrieb am 21. Juni im waschechten Nazi-Jargon: Im Iran wurde "anders gewählt, als es der westlichen Welt und ihrer jüdischen Lobby recht ist... Iran ist eben auch nicht Deutschland, wo Demokratie und Menschenrechte oft genug mit den Füßen getreten werden".

 

Iran: Women's rights activist and lawyer Shadi Sadr violently arrested (AI, 17.7.09).

Shadi Sadr
May 2004 Shadi Sadr was awarded the Ida B. Wells Award for Bravery in Journalism. The kidnapping of Shadi Sadr is very disturbing news. Over one thousand people have been arrested during the last weeks in Tehran and othe cities in Iran. Many families still do not know where their relatives are.
The mysterious kidnapping of Shadi Sadr wakes the upsetting memories of serial murders and disappearances of dissident intellectuals in the 1990s who had been critical of the Islamic Republic of Iran. The brutal treatment of Iranian dissidents gave us all right to worry greatly for Shadi Sadr and
all other arrested and kidnapped people in Iran right now.
(Mothers of Laleh, 17.7.09)
http://www.womeniniran.com/english.htm

Lily Mazahery's Posts on Stoning and Oppression in Iran

Iran: Menschenrechtsanwalt und politischer Weggefährte der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi verhaftet (9.7.09). Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt die Verhaftung des Menschenrechtsanwalts Mohammed Ali Dadchah am 8. Juli. Dadchah vertritt Journalisten und Blogger vor Gericht und baute gemeinsam mit der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi das Human Rights Defenders Center auf. Er wurde gestern mit einigen seiner Kollegen in seinem Büro in Teheran festgenommen. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört.

Aufstand in Iran: Sie wissen, was ihnen droht. By David Motadel
(Tuesday, June 23, 2009. Source: Süddeutsche Zeitung)
Massenproteste haben in Iran schon mehrfach zu tiefgreifenden Veränderungen geführt. Die Herrschenden wissen um die Macht der Straße - aber auch die Bevölkerung ist sich ihrer bewusst. Im Jahr 1968 veröffentlichte der iranische Historiker Ervand Abrahamian, der an amerikanischen Universitäten gelehrt hat, in der renommierten Zeitschrift Past & Present einen Aufsatz mit dem Titel "The Crowd in Iranian Politics, 1905-1953". Darin legte er dar, welch entscheidende Rolle der "Straße" in der jüngeren Geschichte Irans zukam. Als der Historiker Abrahamian 1968 jenen Aufsatz schrieb, konnte er nicht ahnen, dass der größte Massenprotest in der Geschichte seines Landes noch in der Zukunft liegen sollte: 1979 stürzte die Straße die Pahlewi-Dynastie.... Und auch in diesen Tagen verunglimpfte Ahmadinedschad seine Gegner in den Straßen Teherans als "Staub und Dreck", während sie für Ayatollah Chamenei nichts weiter als Handlanger "schmutziger Zionisten" und der bösen Briten und Amerikaner sind. Das Establishment in Iran weiß eben um die Gefahr des Massenprotests. Häufig war er ausschlaggebend für den Wandel im Land. Er war die bedeutendste Waffe gegen ausländische Wirtschaftsmonopole, führte zur ersten Verfassung und war entscheidend bei der Abschaffung der Monarchie, die der Führungselite des Landes noch allzu gegenwärtig ist. Die Herrschenden kennen selbst die Dynamik, die von der Straße ausgehen kann. Doch auch die Bevölkerung ist sich dieser Macht bewusst: 1891, 1909, 1949, 1979, das sind Jahreszahlen, die heute in Iran jeder Grundschüler lernt.

The New Democrats by . An intellectual history of the Green Wave. (The New Republic, July 2009). What we are witnessing right now in the streets of Tehran is, first and foremost, a political battle for the future of the Iranian state. But closely linked to this political fight is also an old theological dispute about the nature of Shiism--a dispute that has been roiling Iran for more than a century.

"Im Iran bin ich als Frau kein Mensch" (taz, 10.7.09) Alham Abrahimnejad hat demonstriert und immer wieder, vor allem an der Universität, Gleichberechtigung gefordert. Vor zwei Jahren wurde es zu gefährlich für sie. Sie floh nach Berlin. In Berlin, so hoffte sie, würde sie Asyl bekommen. Aber ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Fazit: Ihr Kampf gegen die Unterdrückung der Frau im Iran reiche nicht, sie als politisch Verfolgte anzuerkennen. Mit dieser Entscheidung schreiben die deutschen Behörden die Unterdrückung der Frauen im Iran fort. Denn im Umkehrschluss heißt dies für die Iranerin: Du musst dich unterdrücken lassen. Abrahimnejad klagt gegen die Ablehnung ihres Asylantrags. Der juristische Weg kann Jahre dauern. Als Asylbewerberin darf sie nicht studieren und nicht arbeiten.

 

Katheen Parker: The Meaning of Neda Agha-Soltan (Houston Chronicle, 6/24/09). Symbolically, Neda’s death isn’t about voting irregularities, but about the clash between superstitions that justify men’s dominion over women and the universal yearning for freedom. Whatever the shooter’s true aim, the body he left in the street has become immortal in the story of Iran. Neda — the voice of freedom — can never be silenced now.

Neda Agha-Soltan

NEDA SOLTANI LIVES IN THE HEART OF IRAN

Iran-Focus

Thomas L. Friedman: A Revolution That Really Counts: The Green Revolution(s) Iranian reformers don’t need praise. They need the United States to end its dependency on the oil that finances Iran’s Islamic dictatorship. Launching a real Green Revolution in America would be the best way to support the “Green Revolution” in Iran. (NYT, 6/25/09).

David R. Henderson (Antiwar, June 08, 2009): Finally, an American president has done what no other president has done but all of them beginning with Eisenhower should have. He has admitted the U.S. government’s role in overthrowing a democratically elected prime minister of Iran. President Barack Obama did so on June 4 in Cairo. Obama stated, "In the middle of the Cold War, the United States played a role in the overthrow of a democratically elected Iranian government." Obama was referring, of course, to the role that the CIA played in fomenting a successful 1953 revolt against Iran’s prime minister, Mohammad Mossadegh, a role that few Americans know about but all should. Two of the Americans most responsible for Operation Ajax, the U.S. government’s plan to overthrow Mossadegh, were the CIA’s Kermit Roosevelt and Gen. H. Norman Schwarzkopf, Sr. You can be sure that the neocons will hammer him for admitting the U.S. government’s role in Iran and will accuse him of "apologizing for America." So we need to support him when he takes baby steps. If he gets no support, he’ll be less likely to take such steps again.

SPIEGEL INTERVIEW WITH IRANIAN PRESIDENT AHMADINEJAD (04/10/2009).

Iran's Latin America push - (Los Angeles Times, 11/8/08). By John Kiriakou (CIA counter-terrorism official from 1998-2004.) Over the last year Iran has worked diligently to expand relations with a host of Latin American countries, most of which have populist leaders who harbor a strong distrust of the United States and are looking for a powerful friend to help them rebuff Washington's influence. Venezuelan President Hugo Chavez, for instance, has held up his close ties with Iran as an example of what his revolution can do for the region. He has much to show for it, including an Iranian ammunition factory, a car assembly plant, a cement factory and other such examples of Iranian involvement. Then there's Paraguay's new president, Fernando Lugo Mendez, who was lauded in the Iranian media as "an enemy of the Great Satan" after naming Hezbollah sympathizer and fundraiser Alejandro Hamed Franco as the country's new foreign minister. Bolivian President Evo Morales jumped into Iran's lap even more quickly than his neighbors, ordering his foreign minister to lift visa restrictions on Iranian citizens in exchange for a $1.1-billion Iranian investment in Bolivia's gas facilities. Morales then gushed that Bolivia would move its only embassy in the Middle East from Cairo to Tehran.

Rumors Of War with Iran. By Michael Hirsh And Maziar Bahari | NEWSWEEK, Feb 19, 2007 Issue. With Americans and Iranians jousting on the chaotic battleground of Iraq, the chances of a small incident's spiraling into a crisis are higher than they've been in years. Sometimes it seems as if a state of conflict is natural to the U.S.-Iranian relationship--troubled since the CIA-backed coup that restored the shah to power in 1953, tortured since Ayatollah Khomeini's triumph in 1979.
Early in 2002 Iran was included with Iraq and North Korea in the "Axis of Evil." Michael Gerson, now a NEWSWEEK contributor, headed the White House speechwriting shop at the time. He says Iran and North Korea were inserted into Bush's controversial State of the Union address in order to avoid focusing solely on Iraq. At the time, Bush was already making plans to topple Saddam Hussein, but he wasn't ready to say so. Gerson says it was Condoleezza Rice, then national-security adviser, who told him which two countries to include along with Iraq. But the phrase also appealed to a president who felt himself thrust into a grand struggle. Senior aides say it reminded him of Ronald Reagan's ringing denunciations of the "evil empire."

Surprises from the Fuhrer-of-the-day. By Tom Blackburn. Palm Beach Post Columnist. (PBP, 5.11.07). When leaders take counsel of their fears and start shooting wildly, as they did in Iraq, it's legitimate to question whether they have the maturity to handle the kinds of weapons they warn others about.

Turkey to fund $ 3.5bn Iran gas project, say officials    (Reuters, 4.10.07).

Iran: Warum die Mullahs im Iran kaum vom Bombenbau abzuhalten sind und wo dabei  Moskaus Interessen liegen. Wladimir Jewsejew gibt Auskunft: "Aber selbst im für den Iran günstigsten Fall würde es noch viele Jahre dauern, bis sie die Bombe haben... (Im Falle eines Krieges ) würde sich die russische Führung wahrscheinlich für die Bombe in den Händen Teherans entscheiden. Denn ein Krieg würde viele Millionen Flüchtlinge in den Kaukasus und bis nach Russland treiben. Im Iran leben Schätzungen zufolge 20 Millionen oder mehr Aseris, mehr als in Aserbaidschan, das an Dagestan grenzt. Der Konflikt in Dagestan würde eskalieren und letztlich liefe Russland Gefahr, den Nordkaukasus zu verlieren. Da wäre eine iranische Atombombe das kleinere Übel." 

USA haben Iran gestärkt. Eine neue Studie des britischen Think Tanks "Chatham House" (Royal Institute for International Affairs) kommt zum Ergebnis: Es sei die amerikanische Politik, die wirr, widersprüchlich und ergebnislos sei, während Teheran seine Position im Nahen und Mittleren Osten durch nüchternes Taktieren maximiert habe.

Die Legende vom Petro-Euro-Krieg. Westliche Blogs und Zeitungen islamischer Staaten behaupten, die USA wollten Iran angreifen, weil die Mullahs ihr Öl künftig in Euro statt Dollar handeln möchten. Die These hat sich erstaunlich weit verbreitet - erweist sich aber bei genauerem Hinsehen als Unfug. Bush vs. Iran (SPIEGEL ONLINE, 10.3.06)