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Außenpolitik
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Hans-Jürgen
Heinrichs: Die gekränkte Supermacht. Amerika auf
der Couch. Winkler-Verlag 2003.
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"Die
Hegemonial-
und Kriegspolitik Amerikas ist ohne die Dämonisierung
einzelner Figuren auf der Weltbühne nicht zu denken.
Hier versagen rein politische oder ökonomische Erklärungen.
Nur eine psychologische Deutung der Motivationen, die
angemessene Beachtung persönlicher Feindschaften und
Aggressionen, individueller und kollektiver Kränkungen
ermöglichen uns ein tieferes Verständnis des gegenwärtigen
weltpolitischen Geschehens." (Hans-Jürgen
Heinrichs)
"Wir haben das alles noch nicht richtig
psychologisch durchforstet; das kommt noch auf uns zu."
(Peter Scholl-Latour)
Verlagsinformation
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Norman
Mailer: Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug.
Rowohlt-Verlag 2003.
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Zum
Buch
Seit
dem 11. September erleben die USA eine tiefe Krise.
Die Terroranschläge traumatisierten das Land, und
viele retteten sich in einen hemmungslosen
Patriotismus. Die Bush-Regierung sieht die Chance,
diese Stimmung zu nutzen und die USA zu einem
weltumspannenden Imperium zu machen - der Feldzug
gegen den Irak war vielleicht nur ein Anfang. Amerika
befindet sich in einem "Heiligen Krieg", der
nicht nur auf dem Schlachtfeld ausgetragen wird. Auch
das Denken wird von ihm bestimmt, und die
freiheitlichen Traditionen könnten ihm bald zum Opfer
fallen. Sie sind, wie nie zuvor, bedroht.
Darum hat Norman Mailer, der "angry old man"
der amerikanischen Literatur, seine Stimme erhoben,
klagt George W. Bush an, die "Fahnenkonservativen"
und die hysterische Kriegsmaschinerie, die in ihrer
Gier nach Weltherrschaft alles verschlingt, was sie
verschlingen kann. Mit seinem Manifest ergreift Mailer
Partei für den wahren Patriotismus. Er ruft dazu auf,
die Werte zu verteidigen, für die Amerika seit zwei
Jahrhunderten steht: Demokratie, Humanität und
Freiheit. In welche Richtung die USA, an dieser
Wegkreuzung angelangt, auch gehen werden - ihre
Entscheidung bestimmt über die Zukunft unserer Welt.
Zum Autor
Norman Mailer, geboren 1923 in Long Branch, New
Jersey, wurde mit seinem Romandebüt "Die
Nackten und die Toten"
(1948) weltbekannt und zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen
Schriftstellern. In seinen Werken hat er immer wieder
Stellung zu politischen Themen bezogen. Für "Heere
aus der Nacht"
(1968) erhielt er den National Book Award sowie den
Pulitzer-Preis,
mit dem auch "Gnadenlos.
Das Lied vom Henker"
(1979) ausgezeichnet wurde. Mailer lebt in
Provincetown, Massachusetts, und in Brooklyn, New
York.
Verlagsinformation
Informationen:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,249290,00.html
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,2046268,00.html
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,2046032,00.html
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Joseph
S. Nye: Das Paradox der amerikanischen Macht.
Warum die einzige Supermacht der Welt Verbündete
braucht. Europäische Verlagsanstalt 2003.
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Am
Beginn des 21. Jahrhunderts ist Amerika scheinbar zu
stark geworden, um von einer anderen Macht wirksam
herausgefordert werden zu können. In Washington brüstet
man sich mit Unipolarität und Hegemonie, tatsächlich
aber haben die Gewichte sich verschoben: die
Supermacht sieht sich nicht nur mit globalen Problemen
konfrontiert, sondern auch potentiellen
Herausforderern wie China, Russland,
Indien und Europa.
So komplex ist die Frage der Machtverteilung und der
Interessengegensätze, dass Amerika allein das
Gleichgewicht nicht garantieren kann. Die
amerikanische Vorherrschaft - so Nye -
wird nicht nur auf militärischer und ökonomischer Stärke
beruhen, sondern braucht die "Soft
Power" von
Kultur und Werten, nämlich Glaubwürdigkeit,
moralische Autorität und Achtung gegenüber
Geschichte und Tradition -
ihrer eigenen und der anderer Völker. Anders ausgedrückt:
die Supermacht muss kooperieren, andernfalls wird sie -
paradoxerweise -
unterliegen.
Verlagsinformation
Weitere Informationen: http://www.heise.de/tp/deutsch/kolumnen/mar/14717/1.html
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Werner
Biermann/Arno Klönne: The Big Stick. Imperiale
Strategie und globaler Militarismus - die USA als
Weltmacht. Papyrossa-Verlagsgesellschaft 2003.
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Auf
welche Ressourcen stützt sich die kriegerische
Schlagkraft der USA - und wo liegen ihre inneren Schwächen?
Werner Biermann/Arno Klönne informieren über die
Struktur der US-Streitkräfte, über deren Personal,
Einsatzfelder und strategische Konzepte. Sie geben
Einblick in Geschichte und Geographie militärischer
US-Interventionen, zeichnen die Verflechtung von militärischen
und wirtschaftlichen Interessen nach und fragen,
welche Resultate die gewaltförmigen Eingriffe der
Vereinigten Staaten in die globale Entwicklung
zeitigen.
Biermann/Klönne setzen sich auch mit dem weltweiten
"Gewaltmarkt" auseinander, den Verbindungen
zwischen öffentlichen und privaten militärischen
Systemen. The Big Stick legt offen, welche
dramatischen Konsequenzen die derzeit herrschende
"Enttabuisierung des Militärischen" hat,
hegemonial betrieben von der US-amerikanischen
Regierungspolitik - und nachvollzogen von deren
konkurrierenden Mitspielern.
Verlagsinformation
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Bob
Woodward: Bush at War.
Amerika im Krieg. Deutsche Verlagsanstalt/Spiegel-Verlag
2003.
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Am
11.09. lenken Terroristen Flugzeuge in das World Trade
Center und das Pentagon. Dieser Anschlag trifft die
Regierung Bush weitgehend unvorbereitet. Noch am
selben Abend tritt der Nationale Sicherheitsrat, ein
kleiner Kreis von Regierungs-, CIA- und Militärangehörigen,
im Bunker des Weißen Hauses zusammen, um über das
weitere Vorgehen zu beraten. Bush sieht das Land im
Krieg gegen den Terror, der außergewöhnliche Maßnahmen
erfordert.
Wenig später gibt er den Befehl, in Afghanistan gegen
Bin Laden, al-Qaida und die Taliban vorzugehen, und
auch ein Angriff auf Saddam Hussein wird im
Kriegskabinett immer wieder erwogen. Aus den
Protokollen des Nationalen Sicherheitsrats,
Aufzeichnungen und zahlreichen Gesprächen mit
Beteiligten, darunter Präsident Bush, rekonstruiert
Bob Woodward die dramatischen Ereignisse seit dem 11.
September. Dabei zeichnet der Star-Reporter ein ungewöhnlich
intimes Bild der prominenten Berater und Mitarbeiter
des Präsidenten und zeigt, wie die Mächtigen in
Washington in der Krise zu Entscheidungen über den
Krieg finden.
Bob Woodward, einer der beiden Watergate-Journalisten
und Pulitzer-Preisträger, zeichnet ein dramatisches
Bild der Krisenstäbe, der Entscheidungen über
internationale Allianzen, Waffeneinsätze und
Bombardierungen. Die Öffentlichkeit erfährt hier zum
ersten Mal von den persönlichen Eitelkeiten,
Antipathien und Grabenkämpfen der amerikanischen
Entscheidungsträger.
"Wer Woodward gelesen hat, wird glauben, bei Bush
und den Seinen dabei gewesen zu sein." (DIE ZEIT)
"Woodward gelang ein Coup: Er konnte die
Sitzungsprotokolle des Nationalen Sicherheitsrates an
Land ziehen. Aus ihnen ergab sich die einzigartige
Perspektive seines Buchs." (DER SPIEGEL)
Klappentext
Project for a new american century: http://www.newamericancentury.org/
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Robert
Kagan: Macht und Ohnmacht. Amerika gegen Europa in
der neuen Weltordnung. Siedler-Verlag 2003.
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Europäische
Politiker, die von der globalen Strategie der USA
zunehmend irritiert sind, glauben, dass die USA und
Europa auf einen "Moment
der Wahrheit"
(New
York Times) zusteuern. Nach Jahren wechselseitigen
Ressentiments und zunehmender Spannung ist die
Erkenntnis unausweichlich, dass die realen Interessen
Amerikas und Europas längst nicht mehr identisch sind
und dass die Beziehung zwischen den USA und den
Staaten Europas, besonders Deutschland, sich verändert
hat - vielleicht unwiderruflich. Europa sieht die
Vereinigten Staaten als arrogant, kriegerisch,
undiplomatisch; die Vereinigten Staaten betrachten
Europa als erschöpft, unernst und schwach. Der Ärger
und das Misstrauen auf beiden Seiten verhärten sich
und führen zu Entfremdung und
Unverständnis.
Schon mit seinem Artikel in der Policy Review
und nun mit seinem Buch unternimmt Robert Kagan den
Versuch, die Standpunkte beider Seiten zu verstehen
und darzulegen. Er verfolgt die unterschiedlichen
historischen Entwicklungen von Amerika und Europa seit
dem Zweiten Weltkrieg: Für Europa stand die
Notwendigkeit, der blutigen Vergangenheit zu entkommen
und der Gewalt zu entsagen, im Vordergrund, während
die USA sich zunehmend als einzige Garantiemacht einer
demokratischen Weltordnung sehen. Diese
bemerkenswerte Analyse wird in Washington und Berlin
ebenso diskutiert wie in Tokio. Kagans Buch ist
politische Pflichtlektüre.
Verlagsinformation
Weitere Informationen: http://www.heise.de/tp/deutsch/kolumnen/mar/14717/1.html
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Michael
Hardt/Antonio Negri: Empire. Die neue Weltordnung.
Campus-Verlag 2003 (Durchgesehene Studienausgabe).
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Zum
Buch
Nach einem Vierteljahrhundert politischer Theoriemüdigkeit
haben Hardt und Negri mit ihrer brillanten,
provokanten und heiß diskutierten Analyse des
postmodernen Kapitalismus im Zeitalter der
Globalisierung das Denken wieder in Bewegung gebracht.
Der Hoffnung auf die politische Gestaltbarkeit einer
neuen, gerechteren Weltordnung haben sie damit ein
anspruchsvolles theoretisches Fundament gegeben. Die
nun erschienene, günstige Studienausgabe des Buches
macht Empire auch für den kleineren Geldbeutel
interessant.
Rezensionen
"Die Autoren wollen nichts weniger als Marx' Erzählung
der Weltgeschichte fortsetzen und auf den neuesten
Stand ... bringen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass
es auch einen überzeugten Nichtmarxisten ... erfreut,
zumal der Versuch handwerklich hervorragend gearbeitet
ist." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Empire (ist) eine grandiose Gesellschaftsanalyse
..., die unser Unbehagen bündelt und ihm eine
Richtung gibt, für die in der Geschichte
der Philosophie das Wort vom 'guten Leben' steht."
(DIE ZEIT)
"Das Jahrzehnt linker Melancholie ist vorüber."
(NZZ)
"The next big theory. Empire füllt eine Lücke
in den Humanwissenschaften." (New York Times)
"... ein probates Mittel gegen die neoliberale
Depression ..." (literaturen)
"Empire bringt die Geschichte der humanistischen
Philosophie, des Marxismus und der Moderne in einem
großartigen politischen Entwurf zusammen." (The
Observer)
Zu den Autoren
Antonio Negri war Professor für Philosophie in Padua
und Paris und Abgeordneter im italienischen Parlament.
Er ist seit den sechziger Jahren einer der führenden
Theoretiker der italienischen Linken und lebt heute in
Rom.
Michael Hardt ist Professor für Literaturwissenschaft
an der Duke University Durham.
Verlagsinformation
Leseprobe: http://www.campus.de/leseprobe/37230-4l.htm
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Thomas
Atzert/Jost Müller (Hrsg.): Kritik der Weltordnung:
Globalisierung, Imperialismus, Empire. Mit Beiträgen
von Antonio Negri, Giovanni
Arrighi, Joachim Hirsch u.a. ID-Verlag 2003.
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Nach
dem Erfolg des Buchs "Empire" stellen sich
Michael Hardt und Antonio Negri der heftig entbrannten
Debatte um die Zukunft des Nationalstaats und einer
modernisierten Klassentheorie. In einem Gespräch mit
den Herausgebern erläutern sie zentrale Aspekte ihrer
Theorie und antworten auf Kritiken, wie sie Joachim
Hirsch und Giovanni
Arrighi formulieren.
Verlagsinformation
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Robert
Kurz: Weltordnungskrieg.
Das Ende der
Souveränität und die Wandlungen des Imperialismus im
Zeitalter der Globalisierung. Horlemann-Verlag, Jan.
2003.
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Der
Kampf um die kapitalistische Weltherrschaft ist längst
entschieden. Unter dem Dach der Pax Americana hat sich
seit dem Zweiten Weltkrieg ein neues, nach dem
Untergang des östlichen Staatskapitalismus
vereinheitlichtes Weltsystem entwickelt. Die
betriebswirtschaftliche Globalisierung macht den alten
nationalimperialen Kampf um territoriale Einflusszonen
gegenstandslos. Auf der Ebene staatlicher Gewalt
bildet die Militärmaschine der letzten Weltmacht USA
den konkurrenzlosen und uneinholbaren Garanten dieser
herrschenden planetarischen Ordnung. Aber durch den
Quantensprung der dritten industriellen Revolution
wird gleichzeitig die Mehrzahl der Menschheit außer
Kurs gesetzt; eine Weltregion nach der anderen erweist
sich als kapitalistisch reproduktionsunfähig. Wie ein
Schatten folgt der Globalisierung des Kapitals ein
Prozess sozialer Zerrüttung, moralischer Verwilderung
und gesellschaftlicher Paranoia, der in eine
substaatliche Terror- und Plünderungsökonomie mündet.
Diese anwachsende Systemkrise wird von den westlichen
Funktionseliten stur geleugnet. An die Stelle des
einstigen Machtkampfs zwischen Nationalstaaten tritt
der perspektivlose Weltordnungskrieg des in der NATO
vereinigten "ideellen Gesamtimperialismus"
gegen seine eigenen Krisengespenster in der Gestalt
von Schurkenstaaten, Gotteskriegern und Ethnobanditen.
Dieser Krieg wird verloren in demselben Maße, wie die
gesellschaftliche Zersetzung auch in den westlichen
Zentren selbst fortschreitet und das Gesamtsystem an
seinen inneren Widersprüchen erstickt.
Klappentext
Weitere Informationen:
http://www.giga.or.at/others/krisis/r-kurz_krieg-gegen-die-krise_folha97.html
http://www.giga.or.at/others/krisis/r-kurz_schisma-des-westens_folha83.html
http://www.giga.or.at/others/krisis/e-lohoff_bomben-aus-tausend-nacht_j-w-03-1.html
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Mohssen
Massarrat: Amerikas Weltordnung. Hegemonie und
Kriege um Öl. VSA-Verlag 2003.
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Zum
Buch
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind die reichste
und militärisch mit Abstand stärkste Macht in der
Welt. Doch dieser Reichtum beruht nicht nur auf der
eigenen Leistung, sondern nicht unwesentlich auf der
Mobilisierung und Umleitung von menschlichen, natürlichen
und finanziellen Ressourcen aus der ganzen Welt, und
zwar zulasten gegenwärtiger und künftiger
Generationen.
Die politische Elite in den Vereinigten Staaten ist
bestrebt, diese ungleiche und ungerechte Rechts- und
Machtverteilung aufrechtzuerhalten und Amerikas
Weltordnung mit aller Macht und für längere Zeit zu
festigen. Zu dieser Weltordnung gehören:
– die neoliberale Globalisierung, um den
Handlungsspielraum der eigenen global players (US-Großkonzerne
und -Finanzmarktakteure) durch Liberalisierung und
Privatisierung zu erweitern,
– die Beherrschung der multinationalen Institutionen
und Regime (Weltbank, IWF, WTO), um im Bündnis mit
den übrigen OECD-Staaten die Dritte-Welt-Länder zu
diskriminieren,
– die Kontrolle über die geostrategisch wichtigen
Energieressourcen und Regionen, um sich den Zugang
dazu monopolistisch zu sichern und gleichzeitig allen
übrigen heutigen und künftigen Rivalen wie Europa,
Japan, Russland, China und Indien dieses Privileg
vorzuenthalten, und schließlich
– die Instrumentalisierung dieses geostrategischen
Monopols als Hebel der Hegemonialpolitik. Kriege ums
Öl über das gesamte 20. Jahrhundert, Modernisierung
der eigenen Militärmaschinerie und -strategien seit
dem Zweiten Weltkrieg und die US-Kriege in den 1990er
Jahren bis heute waren und sind für Amerikas neue
Weltordnung von grundlegender Bedeutung.
Der angekündigte Krieg gegen den Irak ist nur die
erste Etappe auf dem Weg zu dieser höchst
gefahrvollen Weltordnung.
Zum Autor
Mohssen Massarrat, geboren im Iran, ist Professor für
Politikwissenschaft am Fachbereich
Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück;
zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen
internationale Wirtschaftsbeziehungen, Energie,
Nachhaltige Entwicklung, Mittlerer und Naher Osten
sowie Friedens- und Konfliktforschung; aktiv in der
Friedensbewegung.
Verlagsinformation
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Stefan
Fuchs (Hrsg.): Die Hypermacht: USA in Nahaufnahme.
Mit Beiträgen von
Richard Sennett, Gore Vidal, Benjamin R. Barber, Noam
Chomsky u.a. Verlag Edition Nautilus 2003.
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"Wenn
ich die amerikanische Kultur auf einen Begriff bringen
sollte, würde ich sagen, es ist der Begriff der Leere!
Die Angst vor der Leere …"
(Richard Sennett)
"Von den USA lernen, heißt
siegen lernen!" Das glatte
Credo aller überzeugten Transatlantiker birgt einen
tieferen Sinn. Tatsächlich sind die USA uns Europäern
voraus. Jenseits des Atlantiks findet sich eine Art
Labor, in dem eine Lebens- und Gesellschaftsform
getestet wird, die trotz fortgeschrittener
Globalisierung für den alten Kontinent immer noch
Zukunft ist. Die USA experimentieren mit einer zukünftigen
Kultur universeller Verfügung. Verfügung über sich,
über andere. Verfügung über Sprache, über Natur.
Der ungezügelte Drang nach Steigerung der Macht über
Waren, Geld, Bilder, Körper, über den Tod selbst
bildet die Triebfeder der US-Kultur und garantiert
zugleich ihre Universalität. Nur wer in diese
Tiefenzonen des amerikanischen Selbstverständnisses
vordringt, begreift, was die Rede vom "Modell"
Amerika wirklich bedeutet und erahnt die Dimensionen
der traumatischen Erfahrung des 11. September als "Pearl
Harbour der industriellen Zivilisation".
Stefan Fuchs hat markante Fragen gestellt an Richard
Sennett, Gore Vidal, Noam Chomsky, Benjamin R. Barber,
Joshua Meyrowitz, Thomas Frank, Morris Berman, Dan
Clawson, Eduardo Lourenco.
"Die politischen,
wirtschaftlichen, geostrategischen und kulturellen
Interessen der Vereinigten Staaten erstrecken sich
rund um den Erdball und erreichen im Hinblick auf die
Totalität der hegemonialen Ansprüche zweifellos eine
neue Dimension. Unter diesen Umständen kann es dem
Rest der Welt nicht schaden, einen Blick hinter die
Kulissen der ,Hypermacht’ zu werfen. Eben den gewährt
Stefan Fuchs’ absolut lesenswerte Zusammenstellung
von neuen Interviews." (Thorsten
Stegemann in Telepolis.de)
"Weil notwendige und
gerechtfertigte Kritik an der US-Politik und plumper
Anti-Amerikanismus oft dicht beieinanderliegen, kommt
die Interviewsammlung 'Die
Hypermacht' zur richtigen Zeit."
(Martin Büsser, junge
Welt)
Verlagsinformation
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Emmanuel
Todd: Weltmacht USA.
Ein Nachruf. Piper-Verlag 2003.
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Die
USA stehen vor massiven Problemen. Die markigen Worte
des Präsidenten um die Verbreitung der Demokratie und
die Bekämpfung der "Achse des Bösen" täuschen
nur noch Stärke vor. Die dramatische Wirklichkeit, so
Emmanuel Todd: Die Welt braucht die frühere
Supermacht längst nicht mehr in dem Maße, in dem
Amerika heute von der restlichen Welt abhängig ist.
Die
Zeit der imperialen Herrschaft Amerikas ist vorbei.
Die Welt ist zu groß, zu vielgestaltig, zu dynamisch,
sie nimmt die Vorherrschaft einer einzigen Macht nicht
mehr hin. Und die USA haben nicht mehr das Ziel, die
Demokratie zu verbreiten, obwohl Präsident George W.
Bush nicht müde wird, ebendies zu behaupten. In
Wirklichkeit geht es darum, die politische Kontrolle
über die weltweiten Ressourcen zu sichern. Denn die
USA sind mittlerweile vom "Rest der Welt"
viel abhängiger als umgekehrt.
Amerika versucht seinen Niedergang zu kaschieren durch
einen theatralischen militärischen Aktionismus, der
sich gegen relativ unbedeutende Staaten richtet. Der
Kampf gegen den Terrorismus, gegen den Irak und die
"Achse des Bösen" ist nur ein Vorwand. Die
wichtigsten strategischen Akteure sind heute Europa
und Russland, Japan und China. Amerika hat nicht mehr
die Kraft, sie zu kontrollieren, und wird noch den
letzten verbliebenen Teil seiner Weltherrschaft
verlieren. In Zukunft wird Amerika eine Macht neben
anderen sein.
Verlagsinformation
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Eric
Laurent: Die Kriege der Familie Bush. Die wahren
Hintergründe des Irak-Konflikts. Fischer-Verlag 2003.
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Zum
Buch
Unser Gedächtnis ist kurz: Der Kampf gegen den Irak
begann 1991, geführt von George Bush senior. Nun, über
ein Jahrzehnt später, scheint George W. Bush das
begonnene Werk seines Vaters zu Ende zu bringen - das
Regime Saddam Husseins zu stürzen. Aber der "Krieg
gegen das Böse" übertönt viele wichtige Fragen:
- Warum hat sich die
Administration George Bushs ihren Kriegsgegner Irak
bis zum Einmarsch in Kuwait durch illegale Aufrüstung
planmäßig selbst geschaffen?
- Warum bestehen immer noch
Geschäftsbeziehungen zwischen der Familie Bin Laden
und George Bush senior?
- Warum unterstützte und
finanzierte die Hausbank von Bin Laden und al-Qaida
die politische Karriere und die Ölgeschäfte von
George W. Bush über zwanzig Jahre?
Was sind also die wahren Gründe
für den Kampf gegen "die Achse des Bösen"?
Der renommierte Nahost-Experte Eric Laurent deckt auf,
wie der Kampf gegen Saddam Hussein und Bin Laden zwei
Generationen von US-Präsidenten
als Vorwand diente, ihren privaten Geschäftsinteressen
nachzugehen.
Zum Autor
Eric Laurent schreibt für das Figaro Magazine und ist
Autor zahlreicher Sachbücher. Als einer der
wichtigsten "grand
reporters" Frankreichs
schaut er mit scharfem Blick hinter die Kulissen der
internationalen Politik. Sein Buch "Krieg
am Golf. Das Geheimdossier",
das er 1991 gemeinsam mit Pierre Salinger veröffentlichte,
hat sich in Frankreich über 200.000 mal verkauft und
löste heftige Diskussionen aus. "Die
Kriege der Familie Bush"
ist seit Erscheinen auf der französischen
Bestsellerliste.
Verlagsinformation
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Helen
Caldicott: Atomgefahr USA. Die
nukleare Aufrüstung der Supermacht. Diederichs-Verlag
2003.
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Zum
Buch
Die USA betreiben das größte und gefährlichste
Atomwaffenprogramm der Welt. Statt abzurüsten haben
die Vereinigten Staaten seit Ende des Kalten Krieges
mit Milliarden-Militärhaushalten weiter aufgerüstet.
Ihre Bomben, Raketen und Weltraumlaser verfügen über
eine bisher unvorstellbare Zerstörungskraft. Tausende
von Nuklearraketen stehen zum sofortigen Einsatz auf
Knopfdruck bereit.
Die Gefahr, dass die einzig verbliebene Supermacht sie
auch im "Krieg gegen den Terror" anwendet,
ist größer denn je. So kündigte US-Präsident Bush
an, die USA würden sich als Vergeltung für den
eventuellen Einsatz irakischer ABC-Waffen den Einsatz
von US-Chemie- und Atomwaffen vorbehalten. Die
renommierte US-Atomwaffenexpertin Helen Caldicott
belegt: Die US-Regierung steht in ihrer aggressiven Präventivschlag-Politik
unter einem enormen Druck von Seiten der Rüstungsindustrie,
Atomwaffen einzusetzen - damit neue produziert werden
können.
Zur
Autorin
Die Atomwaffenspezialistin und promovierte Ärztin
Helen Caldicott wurde für ihr Engagement gegen die
atomare Rüstung bereits für den Friedensnobelpreis
nominiert. Die weltweit renommierte Aktivistin der
internationalen Antiatombewegung leitet das von ihr
gegründete Nuclear Policy Research Institute
in Los Angeles. Sie unterstützte die Gründung der Internationalen
Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
und belebte die Organisation Ärzte in sozialer
Verantwortung in den USA neu. Helen Caldicott hat
mehrere Bücher verfasst und kämpft in den
Vereinigten Staaten und in ihrer ursprünglichen
Heimat Australien gegen die Aufrüstung. Sie ist
Mutter von drei Kindern.
Klappentext
Weitere
Information: Dr.
Helen Caldicott appelliert an den Papst, als "menschliches
Schutzschild" nach Bagdad zu reisen
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Giulietto
Chiesa: Das Zeitalter des Imperiums. Europas Rolle
im Kampf um die Weltherrschaft. Europäische
Verlagsanstalt 2003.
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Zum
Buch
In Präsident Bushs Rede zum Bericht der Lage der
Nation im Februar 2002 kam das Wort "Sicherheit"
neunzehn Mal vor, das Wort "Europa" dagegen
nicht ein einziges Mal. Um wessen Sicherheit geht es,
woher drohen Gefahren und welche? Warum spielt Europa
kein Rolle, wenn doch "die zivilisierte
Welt" bedroht ist? Diesen Fragen geht der Autor
nach - die Antworten, die er gibt, kreisen um nichts
weniger als die Neuordnung der Welt.
Zum Autor
Giulietto Chiesa ist ein sehr bekannter italienischer
Journalist. Zwanzig Jahre war er Korrespondent für
"La Stampa" in Moskau und machte sich mit
engagierten und kritischen Reportagen sowie mit
Buchveröffentlichungen einen Namen.
Verlagsinformation
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Rainer
Butenschön / Eckart Spoo (Hrsg.): Töten – Plündern
– Herrschen. Wege zu neuen Kriegen. VSA-Verlag
2003.
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Das
Buch dokumentiert unterschiedliche konzeptionelle Zugänge
zu den ökonomischen, militärischen und ethnischen
Konfliktpotenzialen der Globalisierung. Die Folgen des
11. September, der weiterhin propagierte "Krieg
gegen den Terror", die imperiale Rolle der USA,
ihre Kriegsdrohung gegen den Irak, die Aushöhlung des
internationalen Völkerrechts – all dies erfordert
differenzierte Analysen dieser "neuen
Welt(un)ordnung". Auch die Friedensbewegung muss
sich diesen neuen Herausforderungen und
Fragenkomplexen stellen. Die AutorInnen dieses Buches
analysieren sie unter folgenden Aspekten:
– außenpolitische Konstellationen der neuen
Weltordnung. Weltmacht USA und Konkurrent EU
– Krisenregionen: Irak – ein belagertes Land;
Algerien – Feindbild Islam; Fundamentalismen in der
kapitalistischen Moderne
– Vom Imperialismus zum "Empire", vom
globalen Freihandel zur Re-Kolonisierung, neue Formen
des globalen Widerstands
– Krieg und Ökonomie: das Militärpotenzial der
USA, neue Kriegsökonomien
– Auswirkungen auf die bundesrepublikanische Innen-,
Sicherheits- und Medienpolitik.
Die vielen renommierten AutorInnen machen diesen
Sammelbands zu einer Grundlagenlektüre über die
"Neue Weltordnung" der USA und ihrer verbündeten
Konkurrenten.
Verlagsinformation
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Peter
Pilz: Mit Gott gegen alle. Amerikas Kampf um die
Weltherrschaft. Deutsche Verlaganstalt
2003.
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An
der Spitze der USA steht seit 2001 ein Präsident, der
gemeinsam mit seinen Ministern, Militärs und
Geheimdiensten die Welt beherrschen will.
Die einzig verbliebene Weltmacht verfolgt das Ziel
imperialer Machtausweitung. Der bevorstehende Krieg
gegen den Irak dient nicht allein dem Kampf
gegen das Böse, sondern vorrangig dem eigenen
Weltherrschaftsanspruch. Peter Pilz, Mitglied der
sicherheitspolitischen Ausschüsse des österreichischen
Parlaments und des Nationalen Sicherheitsrats, klagt
die Supermacht an. Er beschreibt die Planung der
Kriege, die militärische
Strategie der neuen Waffen, den Kampf gegen den
inneren Feind und das System aus Satelliten und
Statthaltern. Sein Fazit: "Die Welt kann sich die
USA nicht mehr leisten - die Zeit ist reif für eine
Alternative."
Verlagsinformation
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Ambros
Waibel: Imperium Eins. Drei römische Erzählungen.
Verbrecher-Verlag 2003.
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Ambros
Waibels "Imperium Eins" ist der Kommentar
zur Gegenwart aus dem alten Rom. Ein panischer
Briefwechsel, ein bitteres Kriegstagebuch, eine Absage
an den sterbenden Freund, der auch der allmächtige
Beherrscher der Welt ist - drei plastisch und spannend
erzählte Begebenheiten aus einer Spätkultur, die von
ihrem Chauvinismus zerfressen wird.
Was nur kann die unverbesserlichen Völker einen, die
sich der ihnen angetragenen Zivilisation erwehren? Was
hält sie ab, an den Errungenschaften der europäischen
Weltmacht teilzuhaben? Denn: "Nicht das Imperium
ist schlecht - sondern das Leben selbst, die
menschliche Existenz ist negativ." Da
hilft nur die Restaurantketten-Methode: ein Geschmack,
eine Weltordnung.
Verlagsinformation
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Gore
Vidal: Bocksgesang. Antworten auf Fragen vor und
nach dem 11. September. Europäische
Verlagsanstalt 2003.
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Zum
Buch
"Die
Fundamentalkritik, die sich hunderttausendfach
verkauft hat, schreckt Amerikas Konservative",
urteilte DER SPIEGEL über Vidals Ewiger Krieg für
ewigen Frieden, und die Frankfurter Rundschau
befand: "Weltweit nörgelt keiner besser an
Amerika herum als Mr. Vidal". Die FAZ hält ihn für
das Enfant terrible unter Amerikas Intellektuellen und
einen der "schärfsten Kritiker". Das Buch
ist auch in Deutschland ein Bestseller - bereits in
der 5. Auflage.
In Bocksgesang, einer Sammlung von Essays,
deren titelgebender am 20. September 2002 geschrieben
wurde, setzt Vidal seine Attacken auf Amerikas
Establishment und Regierung fort, mit Enthüllungen über
die Hintergründe der Attentate vom 11. September und
die Reaktionen der Bush-Administration darauf, die dem
Leser den Schlaf rauben. Gore Vidal redet über Pearl
Harbor, politische Lügen, amerikanischen Patriotismus
und Mickey Mouse. Was das mit den Attentaten vom 11.
September zu tun hat? Diese Frage trifft den Kern des
Problems. Vidals Buch beantwortet sie.
Zum Autor
Gore
Vidal, geboren 1925, zählt zu den wichtigsten
Vertretern der US-Literatur.
Er ist Autor von 22 Romanen, fünf Theaterstücken,
vielen Filmdrehbüchern, Kurzgeschichten und über 200
Essays. Für "United States: Essays
1952-1992", eine Sammlung seiner Kritiken,
erhielt er den National Book Award. Seine Memoiren
"Palimpsest" (1996) sind ein bedeutendes
Zeitdokument. Der Autor lebt in Ravello und Los
Angeles.
Verlagsinformation
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Claudia
Haydt / Tobias Pflüger / Jürgen Wagner:
Globalisierung und Krieg. AttacBasisTexte 5.
VSA-Verlag, März 2003.
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Zum
Buch
Der von der US-Regierung ausgerufene "Kreuzzug
gegen den Terror" ist ein "permanenter Krieg",
der im Wesentlichen geführt wird, um eine weltweite (Wirtschafts-)
Ordnung militärisch durchzusetzen und abzusichern:
Ein "doppelter Krieg" mit militärischen
Mitteln und mit Marktmechanismen. Ökonomische und
militärische Facetten westlicher Hegemonialpolitik
bedingen sich gegenseitig: "Der Imperativ der
Globalisierung ist Krieg". Am Beispiel des
Irakkriegs werden die ökonomischen Interessen, die
meist hinter Kriegen stehen, besonders deutlich.
Westliche Politik führt z.B. in Somalia zu einer
massiven Verarmung, die Verteilungskämpfe nach sich
zieht. Wenn westliche Interessen tangiert werden,
folgen direkte (militärische) Interventionen mit dem
Ziel der Herstellung ökonomischer und
machtpolitischer "Ordnungen".
Mit dem Europäischen Sozialforum in Florenz sind
globalisierungskritische und Antikriegs-Bewegung eins
geworden. Protest und Widerstand sollten sich nicht
nur gegen die USA richten, sondern ebenso gegen die
Militarisierung der EU und den weltpolitischen
Aufstieg Deutschlands mit militärischen Mitteln.
Zu den AutorInnen
Claudia Haydt ist Religionssoziologin und IMI-Beirätin.
Tobias Pflüger, Politikwissenschaftler und Autor des
Buches "Die neue Bundeswehr", arbeitet
ehrenamtlich im Vorstand der Informationsstelle
Militarisierung (IMI) e.V. und im wissenschaftlichen
Beirat von ATTAC mit. Von Jürgen Wagner, Mitglied im
IMI-Vorstand, erschien kürzlich der Titel "Das
ewige Imperium – Die US-Außenpolitik als
Krisenfaktor".
Verlagsinformation
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Harald
Müller: Amerika schlägt zurück. Die Weltordnung
nach dem 11. September. Fischer-Taschenbuch-Verlag
2003.
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Der
11. September ist kein Ausgangspunkt einer neuen
Weltordnung. Die auf die globale Vorherrschaft der USA
ausgerichtete
Politik des Weißen Hauses benutzt dieses Datum
vielmehr als Gelegenheit, ihren Anspruch als einzige
Weltmacht zu zementieren: in politischer,
wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Eine
fundierte Analyse über die neue Dimension der Terrors
und deren Einordnung in den weltpolitischen Kontext.
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Jürgen
Todenhöfer: Wer weint schon um Abdul und Tanaya?
Die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror. Herder-Verlag
2003 (Überarbeitete und erweiterte Ausgabe).
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Jürgen
Todenhöfer, als entwicklungspolitischer Sprecher der
Unionsfraktion von 1972 bis 1990 bekannt als "Rechtsausleger",
erzählt Geschichten vom Elend der Menschen in
Afghanistan und im Irak - als leidenschaftliches Plädoyer
für eine moralische Außenpolitik und gegen den
westlichen "Anti-Terror-Kreuzzug".
Wer über der Rache die Gerechtigkeit aus dem Blick
verliert, wer den einzelnen Menschen nicht mehr sieht,
meint Todenhöfer, "der verspielt unsere Zukunft".
Jürgen Todenhöfers Buch ist die brillante politische
Analyse verfehlter, gefährlicher Strategien in einer
Schlacht der Lügen. Ein spannendes, ein farbig erzähltes,
ein menschliches Dokument. Und ein leidenschaftliches
Plädoyer gegen sinnlose Kriege. Der Autor war selbst
etliche Male vor Ort und hat über Jahrzehnte lang den
Menschen in Afghanistan geholfen. Er hat viele
Geschichten voller Hoffnungslosigkeit gehört und klärt
jetzt die Welt darüber auf, was er gesehen hat. Er
gibt den schwächsten und unschuldigen Opfern eine
Stimme: den Kindern von Bagdad und Kabul.
Erweiterte Taschenbuchausgabe mit einem Geleitwort von
Hans-Dietrich Genscher und einem Bericht über die
Reise Jürgen Todenhöfers mit seiner Tochter nach
Bagdad im Januar 2003.
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Jürgen
Wagner: Das ewige Imperium. Die US-Außenpolitik
als Krisenfaktor. VSA-Verlag 2002.
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Die
außenpolitischen Eliten der USA behaupten, das Ziel
der US-Politik sei die Sicherung des Weltfriedens. Jürgen
Wagner untersucht deren Konzepte und kommt zu dem
Schluss: In der Praxis ist die Außenpolitik der USA
auf Maximierung ihres politischen Einflusses gerichtet.
Seit dem Ende des Kalten Krieges stellt die Festigung
der eigenen Position als einzig verbliebene Supermacht
das überragende Ziel der US-Außenpolitik dar. Diese
ist in der Praxis bereits vor, insbesondere aber auch
nach den Terroranschlägen des 11. September ausschließlich
als Politik zur Wahrung der US-Hegemonie zu begreifen.
Die außenpolitischen Eliten der USA haben sich hierfür
ein theoretisches Legitimationskonstrukt zurechtgelegt,
das die rigorose Wahrung der US-Interessen und damit
ihrer hegemonialen Stellung als ein pazifizierendes
Element der Weltpolitik begreift.
Dieses Votum für die Machtpolitik nimmt einerseits
weiten Teilen der Weltbevölkerung jegliche Möglichkeit
auf eine menschenwürdige Existenz, was eine der
Hauptursachen für die zu beobachtende Zunahme des
Terrorismus ist. Andererseits verschärft sie auch
zahlreiche Konflikte im zwischenstaatlichen Bereich
und birgt damit eine ständige Eskalationsgefahr in
sich. Damit erreicht die US-Außenpolitik das genaue
Gegenteil dessen, was sie propagiert, und erweist sich
als permanenter Krisenfaktor.
Die theoretischen Grundlagen der US-Außenpolitik, das
weist die Analyse nach, basieren deshalb auf falschen
Voraussetzungen oder bilden lediglich einen Deckmantel
für egoistische Interessen. Nimmt Washington seine
propagierten Ziele ernst, Konflikte im internationalen
System verringern zu wollen, bleibt nur die radikale
Abkehr von der bisherigen Ausrichtung auf eine
machtmaximierende Politik.
Jürgen Wagner (Jahrgang 1974), 1997-2002
Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und
Soziologie in Tübingen. Er ist Vorstandsmitglied der
Informationsstelle Militarisierung (IMI) mit dem
Schwerpunkt US-Außen- und Sicherheitspolitik.
Zahlreiche Veröffentlichungen von Artikeln zum Thema,
u.a. in Freitag, Neues Deutschland,
antimilitarismusinformation, analyse und kritik,
Graswurzelrevolution, Zeitung gegen den Krieg u.a;
mehrere Studien für die Informationsstelle
Militarisierung (IMI), das Berliner
Informationszentrum für transatlantische Sicherheit
(BITS), das Institut für sozial-ökologische
Wirtschaftsordnung (isw) und die
PDS-Bundestagsfraktion.
Verlagsinformation
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Zbigniew
Brzezinski: Die einzige Weltmacht. Amerikas
Strategie der Vorherrschaft. Mit einem Vorwort von
Hans-Dietrich Genscher. Fischer-Taschenbuch-Verlag
1999.
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Nach
dem Zusammenbruch der Sowjetunion existiert nur noch
eine Supermacht auf dieser Erde: die Vereinigten
Staaten von Amerika. Und noch nie in der Geschichte
der Menschheit hat eine Nation über so große
wirtschaftliche, politische und militärische Mittel
verfügt, um ihre Interessen durchzusetzen. Noch nie
gelang es einer Demokratie, zur ersten und einzigen
Weltmacht aufzusteigen.
Was bedeutet dieses Faktum für Amerika und den Rest
der Welt, insbesondere für Deutschland, Europa und
den europäischen Einigungsprozess? In einer
brillanten strategischen Analyse legt Zbigniew
Brzezinski dar, warum die Vorherrschaft der USA die
Voraussetzung für Frieden, Wohlstand und Demokratie
in der Welt ist, und wie Amerika sich verhalten muss,
um seine Weltmachtstellung zu erhalten.
Verlagsinformation
Dieses Buch ist ein Standardwerk für alle, die sich
mit der Rechtfertigung der globalen US-Vorherrschaft
auseinandersetzen wollen. Fruchtbar wird die Lektüre
dieses grundlegenden geopolitischen Werks von
Brzezinski vor allem durch kritisches Querlesen. Dabei
gilt es den Orwell'schen Newspeak der gemäßigten
Imperialismus-Fraktion um Brzezinski zu decodieren. So
bezeichnet der Autor z.B. solche Regierungen und
Entwicklungsländer als "demokratisch" oder
"stabil", welche eine US-freundliche
Regierung haben - sei es eine Diktatur oder eine (meist
nur formale) Demokratie. "Stabilität" nach
imperialer Lesart kann demnach gerade dort herrschen,
wo Terror und Chaos am größten sind; solange sich
die Regierung durch derartige Maßnahmen im Sattel
halten kann, gilt das Land als "stabil", d.h.
im Klartext: seine Regierung steht auf "unserer"
Seite.
Und wenn Brzezinski von "Freiheit" spricht,
so ist vor allem die Freiheit des Kapitals gemeint.
Der interessante Ausdruck "Glaubwürdigkeit"
wiederum bezeichnet die Abschreckungsfähigkeit eines
Machtgebildes. Die "Glaubwürdigkeit" der
NATO in der Kosovokrise wurde z.B. dadurch gewahrt,
dass sie ihre Kriegsdrohung wahr machte und
Jugoslawien angriff. Ähnlich wird nun in der
Irakkrise von Kriegsbefürwortern argumentiert: Die
NATO müsse ihre "Glaubwürdigkeit" gegenüber
dem Irak durch einen völkerrechtswidrigen "Präventiv"krieg
sichern.
Mit einer solchen ideologiekritischen Lesebrille
versehen, sind die geopolitischen Ausführungen
Zbigniew Brzezinskis und seine konkreten
Handlungsempfehlungen für die US-Regierung höchst
informativ und anregend.
Michael
Kraus
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Sabine
Feiner: Weltordnung durch US-Leadership? Die
Konzeption Zbigniew K. Brzezinskis. Dissertation.
Westdeutscher Verlag 2000.
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Zbigniew
Brzezinski: Der einflussreichste Denker der US-Außenpolitik
in einer Gesamtdarstellung
Die Rolle der einzigen Supermacht USA bei der
Gestaltung einer neuen Weltordnung ist seit Beginn der
Neunziger Jahre Gegenstand
einer kontroversen Debatte. Diese Studie befasst sich
mit der Konzeption von Zbigniew K. Brzezinski, der in
einer aktiven amerikanischen Führungsrolle die maßgebliche
Voraussetzung für die Entstehung einer globalen
Ordnung erkennt. Der ehemalige Nationale
Sicherheitsberater zählt seit fast dreißig Jahren zu
den prominentesten
Kommentatoren amerikanischer Weltpolitik. Seine Einschätzungen
werden in dieser Arbeit diskutiert und in ihrem
theoretischen Kontext analysiert. Dabei stehen die
machtpolitischen und ideologischen Voraussetzungen,
die Möglichkeit internationaler Akzeptanz und die
geopolitische Umsetzung von Weltführung im
Mittelpunkt. Am Ende steht die Frage, inwieweit
Brzezinskis Konzeption als eine allgemeine Strategie für
eine zukünftige Weltordnung gelten kann.
Verlagsinformation
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William
Rivers Pitt/Scott Ritter: Krieg gegen den Irak.
Kiepenheuer & Witsch-Verlag 2002 (2. Auflage).
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Scott
Ritter, Parteifreund von George W. Bush und nun sein
schärfster Kritiker, war von 1991 bis 1998 UN-Waffeninspekteur
im Irak und hat daran mitgewirkt, dass das dortige
Waffenpotential zu über 90 Prozent zerstört wurde.
Im Gespräch mit William Rivers Pitt enthüllt er, wie
die USA die damaligen Inspektionen manipuliert und zum
Scheitern gebracht haben. Er weist nach, dass es
keinerlei Beweise gibt für die Behauptung der
Bush-Administration, der Irak würde über funktionstüchtige
atomare, biologische oder chemische
Massenvernichtungswaffen verfügen. Eine
Zusammenarbeit zwischen Saddam Hussein und Osama bin
Laden kann ebenfalls nicht belegt werden. Der US-amerikanische
Angriffskrieg hingegen, so Ritter, berge
unvorhersehbare Risiken für den Weltfrieden und sei
daher entscheiden abzulehnen.
Der schmale Band bietet eine schnelle und überblickliche
Einstiegslektüre zu den Hintergründen des
Irakkonflikts.
Klappentext
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Amy
Holmes/David Salomon/Stefan Schmalz (Hrsg.): Imperial
Djihad? Über Terrorismus, Schurkenstaaten und
neue Kriege. VSA-Verlag 2002.
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Kriege
sind intelligenter geworden. Hochtechnologische
Waffensysteme garantieren angeblich geringe Verluste
bei Angreifern und Angegriffenen. Die propagierten
Kriegsziele klingen modern und positiv: Die "zivilisierte
Welt" setzt scheinbar "Menschenrechte"
gegen "Schurkenstaaten" durch. Die genaue
Analyse der Welt nach dem 11. September 2001 in diesem
hochinteressanten Sammelband zeigt jedoch, dass die
westlichen Staaten vor allem eigene wirtschaftliche
und politische Interessen gegen die Menschen im Süden
des Globus durchsetzen.
– Die
neue Weltordnung und ihre außenpolitischen
Konstellationen
– Krisenregionen: Zentralasien, Naher Osten und
Nordafrika
– Auswirkungen auf die bundesrepublikanische
Innenpolitik, vor allem sicherheitspolitische Maßnahmen
und Medienpolitik.
Die Kriege sind intelligenter geworden.
Hochtechnologische Waffensysteme garantieren den
kriegsführenden Mächten bei einer gezielten
Gegnerauswahl angeblich »null Tote« in den eigenen
Reihen, wenn sie »chirurgisch« eingreifen.
Raffiniert sind auch die propagierten Kriegsziele: Wer
hat schon etwas dagegen, daß die »zivilisierte Welt«
für Menschenrechte gegen »skrupellose
Schurkenstaaten« vorgeht?
Kein Wunder also, daß viele der ehemals
Friedensbewegten entweder schweigen oder in einem
Pazifismus verharren, dessen Argumentationsnot sich
kaum kaschieren läßt. Ein Friedenskonzept, das
diesen neuen Herausforderungen gewachsen ist, muß
sich daher neu begründen. Hierzu ist eine
grundlegende Analyse der »neuen Weltordnung«
notwendig, insbesondere nach den Ereignissen des 11.
Septembers.
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Juni
2003 |
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mirror of:
www.neuer-weg.com/Politik/Buecher/USA.htm
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