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Iran - Persien:
Revolution und die Bombe
BEATE SEEL:
Iranische Bloggerin auf Kaution frei. Ahari entgeht Todesstrafe.
(taz, 13.9.10).
Eine internationale Kampagne setzte sich für die seit Ende 2009
inhaftierte Shiva Nazar Ahari ein. Als
vermeintliche "Feindin Gottes" drohte ihr die Hinrichtung.
Shiva Nazar Ahari
is a 26-year-old Iranian human
rights activist specializing in child labor and the defense of
political prisoners. She is in Evin prison awaiting trial.
On December 21st 2009 Shiva Nazar Ahari was re-arrested.
Once more held in solitary confinement, she has now been charged
with three crimes: Assembly and Collusion to commit a crime,
Propagating against the Regime and "Moharebeh" (enmity with god).
According to her mother, the accusations accuse her of “causing
unease in the public mind through writing on the CHRR’s website and
other sites” and “acting against national security by participating
in demonstrations". Shiva denies attending the demonstrations,
saying that she was at work on those days. Her trial to be held on September 4th 2010 could result in a lengthy prison
sentence - or even the death penalty.
The trial of Shiva Nazar Ahari, 26, started
Saturday in Tehran. Ahari is facing several charges like belonging
to the People's Mujahedin of Iran, known as Mojahedin-e Khalgh
(MEK), which calls for overthrowing the Iranian regime. Ahari is
facing several other charges like waging war against God, assembly
for planning crimes, destabilizing security, and propaganda against
the regime,
ILNA News Agency reported Saturday.
Committee of Human Rights Reporters (CHRR):
The latest trial for
Shiva Nazar Ahari, a founding member of CHRR, took
place today in branch 26 of the Revolutionary Court with presiding
judge Pir-Abassi. According to Shiva’s lawyer Mohammad Sharif, the
court announced her charges as Moharebeh (waging was against God)
under Article 186, colluding to commit a crime under Article 610,
propaganda against the system under Article 500, and disturbing
public order under Article 618 (the Articles listed for the charges
are in the Islamic Criminal Law). Shiva Nazar Ahari denied the
charges in court. The Moharebeh charge, which is based on the
accusation of association with the Mujahedin-e Khalgh organization,
was rejected by Shiva.
.
SABA FARZAN:
Grüne Bewegung in Iran. Gegen den Israel-Hass.
(taz, 28.6.10).
Der versuchte Bruch der Gaza-Blockade hat Irans grüne Bewegung
gespalten. Zwei offene Briefe zeigen: Vor allem Jüngere wehren sich
gegen ein einseitiges Urteil.

Sakineh Mohammadi Ashtiani, Iranian Mother,
could be put to death at any moment.
Deutsche Bundesregierung kämpft gegen Todesstrafe für Iranerin.
Eine Ausreise der wegen angeblichen Ehebruchs
zum Tod durch Steinigung verurteilten Frau nach Brasilien kommt
nicht in Frage. Jetzt schaltet sich auch die Bundesregierung ein.
Die Strafe dürfe auf keinen Fall vollstreckt werden, fordert das
Auswärtige Amt. Die Regierung in Teheran hat klargestellt:
Sakine Mohammadi Aschtiani, 43, bleibt in Haft. Von einer
Ausweisung der wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten
Frau nach Brasilien will Iran nichts wissen.
Brasiliens Präsident
Luiz Inacio Lula da Silva hatte Ende Juli
angeboten, die Frau in seinem Land aufzunehmen.
Mohammadi Aschtiani war laut
der Menschenrechtsorganisation
Amnesty International 2006 zu 99 Peitschenhieben verurteilt
worden, weil sie nach dem Tod ihres Ehemannes eine "unrechtmäßige
Beziehung" zu zwei Männern gehabt haben soll. Während eines
Prozesses im September desselben Jahres gegen einen Mann, der des
Mordes an ihrem Ehemann beschuldigt wurde, wurde sie schließlich
wegen Ehebruchs zum
Tod durch Steinigung verurteilt. (Spiegel,
13.8.10)
Kinderficker Khomeini. (dort Link zu
Youtube)
Tariq Ibn Lahsan
(September 15, 2009
):
Im arabischen Fernsehen
berichtet ein ehemaliger Weggefährte
(As-Sayyid
Al-Hussein Al-Mussawy)
von einer gemeinsamen Reise im Irak, wo Khomeini
sich zeitweise, wie auch in Frankreich, als Asylant vor der
Verfolgung durch die persischen Behörden verkrochen hatte. Die
Schreie eines vergewaltigten Kindes gehen selbst dem hartgesottenen
Moslem nicht mehr aus dem Sinn.
Khomeini hat die Kinderschändung in seinen
Schriften ausdrücklich für islamisch erlaubt erklärt, und konnte
sich dabei auf die “heiligen Schriften” des Islam berufen.
Khomeini
vergewaltigt im Namen der Genussehe ein kleines Mädchen und
hat nicht nicht einmal Scham davor, diese Schande in seinem Buch
Tahrir al-Wasilah mit einer Fatwa zu legitimieren,
wonach das Befummeln und Begrabschen und das zwischen die Schenkel
legen des Geschlechtsteils bei einem Säugling (!) kein Problem
darstellt.
Nachgelesen werden kann dies auf folgenden schiitischen Seiten:
http://www.alseraj.net/maktaba/kotob/...
http://www.shiastudies.com/library/ar...
http://www.leader.ir/tree/index.php?c...
Hier das
Skript in deutscher Übersetzung:
As-Sayyid Al-Hussein Al-Mussawy,
möge Allah sich ihm erbarmen, sagte:
"Als der Imam Al-Khumaini in Irak lebte, wendeten
wir uns (oftmals) an ihn, um von ihm das Wissen zu verlangen, bis
unsere Beziehung mit ihm sehr innig waren. Eines Tages stimmte er
einer Bitte zu, in eine Stadt zu Besuch zu erscheinen. Diese Stadt
lag im westlich von Mosul um 1 1/2 Stunden mit dem Auto entfernt. Er
bat mich ihn auf dieser Reise zu begleiten und ich nahm das Angebot
an und reiste mit ihn. Sie -die Bewohner dieser Stadt- nahmen uns in
der Zeit unseres Aufenthaltes bei einer dort lebenden shiitischen
Familie sehr großzügig auf. [...]
Als die Reise ihrem Ende nahte, wollten wir wieder zurückkehren. Auf
unserem nach Hauseweg und unserer Durchquerung von Baghdad, wollte
der Imam eine Rast von der Beschwerlichkeit der Reise einlegen. So
befahl er, das Gebiet der `Atifiah anzuzielen, den dort lebte ein
Mann iranischer Herkunft, der Said Sahib hieß,
zwischen dem und dem Imam eine innige Bindung bestand. [...] Und als
die Schlafenszeit näher rückte und die Anwesenden zu ihren Häusern
kehrten, sah der Imam Al-Khumaini ein kleines
Mädchen, die ca. 4-5 Jahre alt war, die aber sehr schön aussah. So
forderte die Imam von ihrem Vater Sayyd Sahib sie
für eine Zeitehe bzw. Genussehe zur Verfügung zu stellen. Er
genehmigte es mit großer Freude. So ging Imam Al-Khumaini
zu Bett und das kleine Mädchen war auf seinem Schoß;. Wir
hörten nur ihr Weinen und ihr Schreien!! [...]
Er fragte (am darauffolgenden Tag): Sayyid Hussein!
Die Zeitehe mit ihr ist erlaubt. Jedoch nur mit Spielchen, Küssen
und dem Tafkhith -also, dass man den Penis zwischen die Schenkel
legt. Jedoch ist der Geschlechtsverkehr mit ihr nicht möglich.
Der Imam Al-Khumaini sah sogar die Zeitehe mit
einem Säugling als erlaubt an. Er sagte: "Es ist nichts schlimmes
dran, den Genuss mit einem Säugling in Form von Umarmung und
Tafkhith und Küssen zu praktizieren." [Tahrir Al-Wassilah (2/241)]
Holocaust denial and protest in Tehran on Jerusalem Day
Mr. Ahmadinejad said that confrontation with Israel was a “national
and religious duty” and that the Holocaust was “a lie” that was used
as a pretext for the country’s creation in 1948. Although he has
called the Holocaust a “myth” in the past, provoking angry reactions
in the West, he has rarely if ever used the word “lie” in public
speeches.... At one point thousands of protesters chanting “death to
the dictator” as they walked down Valiasr Street, the broad avenue
that runs across much of Tehran, collided with an equally large
crowd of pro-government marchers chanting slogans against Israel,
the United States and Britain. Tens of thousands of protesters
chanted and carried banners through the heart of Tehran and other
Iranian cities on Friday, hijacking a government-organized
anti-Israel march and injecting new life into the country’s
opposition movement. (NYT, 9/19/09).
Obama verweigert Israel Erlaubnis für Angriff
auf Iran. Obama wurde deutlich: Die USA
hätten Israel "absolut kein" grünes Licht für einen derartigen
Angriff gegeben, sagte der Präsident in Moskau. "Wir können anderen
Ländern nicht ihre Sicherheitsinteressen diktieren." Es sei durchaus
im Interesse der USA, das Problem der nuklearen Kapazitäten Irans zu
lösen. Er setze in dieser Frage jedoch auf "diplomatische Kanäle"
sagte Obama am Rande seines Staatsbesuchs in Moskau. Washington
behalte sich jedoch das Recht "jeglicher Aktionen" vor, um die USA
zu schützen. (Spiegel, 7.7.09).
Hartmut Krauss:
Rebellion im Gotteszuchthaus
Zum offenen Ausbruch der Herrschaftskrise im staatsislamistisch
vergesellschafteten Iran
Die Sachzwänge der Revolution.
Über den nicht enden wollenden
Verrat der Linken an der Freiheit der Iraner 1979–2009 (Bahamas
58, 2009)
Bahman Nirumand
hat dazu gelernt, so spricht er heute von „Zivilgesellschaft“ und
nicht mehr von „den Massen“, aber den spezifischen Blickwinkel des
Ideologen hat er beibehalten – was bleibt einem auch übrig, der
allzu lange, allzu lautstark den Islam verharmlost hat? Er hätte
Konsequenzen aus seinen Erfahrungen ziehen müssen. Schließlich ist
er 1979 nach Persien gereist, um der Revolution zum Erfolg zu
verhelfen. Nach einigen Jahren in der Illegalität reiste er dann aus
– aber bis heute gibt es kein Wort der Selbstreflexion zu den
eigenen Fehleinschätzungen. Noch im Januar 2005 erklärte er in einem
Interview: „Dass die Islamisten an die Macht kommen würden, hat zu
Beginn des Volksaufstands niemand geglaubt. Für diese unerwartete
Wende in der iranischen Geschichte gibt es zwar historische Gründe,
man kann das alles im Nachhinein analysieren, aber es spielten auch
viele Zufälle eine Rolle.“ ....Und: Er hat die
Emanzipation der Frauen schon damals für die nationale Sache
drangegeben. ... Ohne die iranische Linke wären der Umsturz vom
Februar 1979 und die Ausrufung der Islamischen Republik unmöglich
gewesen. Sie (die Linken) waren von Anfang an Khomeinis nützliche
Idioten.
Björn Staschen, ARD-Studio London:
Basidsch-Milizen im Iran
- Die für die "Drecksarbeit" (ARD, 28.12.2009). Sie
sind die brutalste Waffe des iranischen Präsidenten
Ahmadinedschad in den Auseinandersetzungen mit
Demonstranten und Regimegegnern: die Basidsch-Milizen. Oft in zivil
gekleidet, auf Motorrädern, bewaffnet mit Schlagstöcken und Messern,
gehen sie massiv gegen Zivilisten vor. Sie erledigen die
Drecksarbeit. Nun hat zum ersten Mal seit den Wahlen im Juni ein
Basidsch-Milizionär ausgepackt: Im britischen Fernsehen berichtete
er ("Channel 4" nennt ihn Sayyed)
über die Methoden von Ahmadinedschads Schergen. Der 27-jährige
Seyyed berichtet im Fernseh-Interview, die Basidsch hätten den
Auftrag gehabt, die Wahlen zu beeinflussen. Sehr früh sei klar
gewesen, dass Studenten und junge Wähler gegen Präsident Mahmud
Ahmadinedschad stimmen würden. "Wir haben also sichergestellt, dass
ihre Stimmen nicht gezählt wurden", sagt er.
Behrouz Khosrozadeh (telepolis,
27.11.2009):
Die
Waffen-SS und die "Schwarzhemden" der Islamischen Republik Iran
- Sepah (Revolutionswächter) und Bassidsch-Miliz - Gewaltmaschinerie
des Gottesstaates und Widerstand
Iran: The end of the Republic? By Bernd
Kaussler (Al Jazeera, 1.8.09).
FAU (Adel Moradi, Maria Hoffmann,
Direkte Aktion, Sept. 09):
Tod der Diktatur!
Zur
politischen und sozialen Situation im Iran.
Die antikapitalistischen Kräfte im Iran sind innerhalb dieser
Massenproteste äußerst präsent, sie wollen sich aus diesem riesigen
Knast in der Größe eines Landes befreien. Wichtig dabei ist unsere
Solidarität. Beispielsweise hat die FAU im Februar 2006 Geld für
streikende Busfahrer in Teheran gesammelt. Eine andere Möglichkeit
sind öffentlichkeitswirksame Solidaritätsaktionen.
Mohsen Massarat (Attac
Wissenschaftlicher Beirat) und
Pedram Shahyar
(Bundes-Koordinierungskreis Attac):
Die Bewegung für Demokratie und Emanzipation
im Iran mit voller Kraft unterstützen
(scharf-links,
11.7.09).
Mahmud Ahmadinedschad ist
nicht der Mann, der unnachgiebig die
Interessen der Armen vertritt, unerschrocken
die Korruption bekämpft und mutig dem
Imperialismus die Stirn bietet, für den ein
Teil der gutgläubigen, uninformierten und
ideologisch geblendeten Linken in
Deutschland und der Welt ihn hält. Leider
wurden auch die südamerikanischen
Präsidenten, wie Hugo Chavez,
Opfer der eigenen Oberflächlichkeit und des
verantwortungslosen Umgangs mit den
wirklichen Verhältnissen im Iran. Die
Positionierung von Chavez und anderen in
Südamerika steht in krassem Widerspruch zu
den emanzipatorischen Idealen des
„Sozialismus im 21. Jahrhundert“.
Universelle Rechte dürfen nicht
taktisch-geopolitischen Denkspielen geopfert
werden. Mit der Anerkennung Ahmadinedschads
haben Chavez und andere linke
Staatspräsidenten der Reform- und
Emanzipationsbewegung im Iran großen Schaden
zugefügt.
Diese Art von linken und
antiimerialistischen Postitionen irren sich
nicht nur im Hinblick auf Ahmadinedschad,
sondern auch hinsichtlich des Charakters der
Volksbewegung und ihrer Führung. Mir
Hussein Mussawi, der
Präsidentschaftskandidat der Reformbewegung,
ist nicht, wie manche aus Unwissenheit oder
in bewusst irreführender Absicht
unterstellen, ein Mann des Westens. Er ist
ein frommer Moslem und ein Mann der
islamischen Revolution der ersten Stunde. Er
ist im Lager der Konservativen immer noch
verankert und bezeichnet sich selbst als
prinzipientreuen Reformer...
Wir weisen alle
Versuche, die Revolution im Iran zu
diskreditieren, mit aller Entschiedenheit
zurück und fordern alle sozialen,
antikapitalistischen, antihegemonialen
Emanzipationsbewegungen in Deutschland, in
Europa und in der ganzen Welt auf, die
iranische Volksrevolution nach Kräften zu
unterstützen und sich für die Freilassung
aller politischen Gefangenen, für
Demonstrations- und Pressefreiheit im Iran
einzusetzen.
Marg Bar Jomhuriye
Eslami! (Junge Linke Lippstadt): "Nicht allein die Wahlen,
die offenkundig gefälscht wurden, treibt die Menschen auf die
Straßen. Es ist die Wut auf die über dreißig Jahre Islamische
Republik. Es ist der Zorn über 30 Jahre Gottesstaat, über 30 Jahre
Tugendterror, Unterdrückung, Mord und Folter von Frauen,
Homosexuellen und Oppositionellen sowie Verfolgung anderer
Minderheiten, die dem Regime nicht passen....." (Manche) "Linke und
Friedensbewegte, Schreiberlinge der Jungen Welt, Jürgen Elsässer
oder sog. AntifaschistInnen wie die ARAB und die ALB sehen"
(allerdings) "Agenten des Imperialismus und der Konterrevolution am
Werke...."
Reinhard Mohr:
DEUTSCHE LINKE UND IRAN. Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad.
(Spiegel, 27.6.09).
Wir verstehen. Egal, was passiert, der Westen ist schuld, allen
voran natürlich Amerika und Israel. Da kann Obama
einfühlsame Reden an die arabisch-islamische Welt halten, wie er
will. Während Antifa-Gruppen und Autonome zwischen Berlin-Kreuzberg
und Freiburg ebenso beharrlich schweigen wie Pax Christi,
IPPNW, Terres des Hommes, die Marxistisch-Leninistische Partei
Deutschlands (MLPD) und Medico International
(lieber feiern sie 30 Jahre sandinistische Revolution in Nicaragua),
meldet sich ein guter alter Verschwörungstheoretiker zu Wort:
Mathias Bröckers: "Auch wenn die Gerüchte über
Manipulationen und Wahlbetrug und die Massenproteste gegen das
Ergebnis in den auf regime change
getrimmten West-Medien derzeit hohe Wellen schlagen und als erster
Keim eines Volksaufstandes bejubelt werden - das Wahlergebnis
entspricht ziemlich genau dem, was verlässliche Prognosen vor der
Wahl vorhersagten." Die völlig irrationale und faktenwidrige
Fixierung auf "den Westen" als Urheber allen Übels verstellt die
Sicht auf jede greifbare Wirklichkeit. Dass es in Teheran, Maschad,
Isfahan und Tabris um genau jene Freiheit geht, die in Europa
offenbar nur noch gelangweiltes Gähnen auslöst, scheint da ein
Gedanke so fern wie der Mond. Über die "regelrechte
Propagandaoffensive gegen den Iran" und das "moralinsaure Geschrei
westlicher Politiker und Meinungsmacher" beschwert sich auch das
rechtsradikale "Störtebeker"-Netz. Die
rechtsextreme DVU sandte bereits am 15. Juni ein
Glückwunschschreiben an Ahmadinedschad. Und der
Vorsitzende der NPD, Udo Voigt, schrieb am 21. Juni
im waschechten Nazi-Jargon: Im Iran wurde "anders gewählt, als es
der westlichen Welt und ihrer jüdischen Lobby recht ist...
Iran ist eben auch nicht Deutschland, wo
Demokratie und Menschenrechte oft genug mit den Füßen getreten
werden".

May 2004 Shadi Sadr was awarded the Ida B.
Wells Award for Bravery in Journalism. The kidnapping of
Shadi Sadr is very disturbing news. Over one
thousand people have been arrested during the last weeks in Tehran
and othe cities in Iran. Many families still do not know where their
relatives are.
The mysterious kidnapping of Shadi Sadr wakes the
upsetting memories of serial murders and disappearances of dissident
intellectuals in the 1990s who had been critical of the Islamic
Republic of Iran. The brutal treatment of Iranian dissidents gave us
all right to worry greatly for Shadi Sadr and
all other arrested and kidnapped people in Iran right now.
(Mothers
of Laleh, 17.7.09)
http://www.womeniniran.com/english.htm
Lily Mazahery's Posts on Stoning and Oppression
in Iran
Iran:
Menschenrechtsanwalt und politischer Weggefährte der
Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi verhaftet
(9.7.09).
Reporter ohne Grenzen
(ROG) verurteilt die Verhaftung des Menschenrechtsanwalts
Mohammed Ali Dadchah am 8. Juli. Dadchah vertritt
Journalisten und Blogger vor Gericht und baute gemeinsam mit der
Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi das Human Rights Defenders
Center auf. Er wurde gestern mit einigen seiner Kollegen in seinem
Büro in Teheran festgenommen. Seitdem hat man nichts mehr von ihm
gehört.
Aufstand in Iran: Sie wissen, was ihnen droht. By David Motadel
(Tuesday, June 23, 2009. Source:
Süddeutsche Zeitung)
Massenproteste haben in Iran schon mehrfach zu
tiefgreifenden Veränderungen geführt. Die Herrschenden wissen um
die Macht der Straße - aber auch die Bevölkerung ist sich ihrer
bewusst. Im Jahr 1968
veröffentlichte der iranische Historiker Ervand
Abrahamian, der an amerikanischen Universitäten gelehrt
hat, in der renommierten Zeitschrift Past & Present einen
Aufsatz mit dem Titel "The Crowd in Iranian Politics,
1905-1953". Darin legte er dar, welch entscheidende
Rolle der "Straße" in der jüngeren Geschichte Irans zukam. Als
der Historiker Abrahamian 1968 jenen Aufsatz schrieb, konnte er
nicht ahnen, dass der größte Massenprotest in der Geschichte
seines Landes noch in der Zukunft liegen sollte: 1979 stürzte
die Straße die Pahlewi-Dynastie.... Und auch in
diesen Tagen verunglimpfte Ahmadinedschad seine
Gegner in den Straßen Teherans als "Staub und Dreck", während
sie für Ayatollah Chamenei nichts weiter als Handlanger
"schmutziger Zionisten" und der bösen Briten und Amerikaner
sind. Das Establishment in Iran weiß eben um die Gefahr des
Massenprotests. Häufig war er ausschlaggebend für den Wandel im
Land. Er war die bedeutendste Waffe gegen ausländische
Wirtschaftsmonopole, führte zur ersten Verfassung und war
entscheidend bei der Abschaffung der Monarchie, die der
Führungselite des Landes noch allzu gegenwärtig ist. Die
Herrschenden kennen selbst die Dynamik, die von der Straße
ausgehen kann. Doch auch die Bevölkerung ist sich dieser Macht
bewusst: 1891, 1909, 1949, 1979, das sind Jahreszahlen, die
heute in Iran jeder Grundschüler lernt.
The New Democrats
by Abbas Milani.
An intellectual history of the Green Wave.
(The New Republic, July 2009). What we are witnessing right now
in the streets of Tehran is, first and foremost, a political
battle for the future of the Iranian state. But closely linked
to this political fight is also an old theological dispute about
the nature of Shiism--a dispute that has been roiling Iran for
more than a century.
"Im
Iran bin ich als Frau kein Mensch"
(taz, 10.7.09) Alham Abrahimnejad hat demonstriert
und immer wieder, vor allem an der Universität, Gleichberechtigung
gefordert. Vor zwei Jahren wurde es zu gefährlich für sie. Sie floh
nach Berlin. In Berlin, so hoffte sie, würde sie Asyl bekommen. Aber
ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Fazit: Ihr Kampf gegen die
Unterdrückung der Frau im Iran reiche nicht, sie als politisch
Verfolgte anzuerkennen. Mit dieser Entscheidung schreiben die
deutschen Behörden die Unterdrückung der Frauen im Iran fort. Denn
im Umkehrschluss heißt dies für die Iranerin: Du musst dich
unterdrücken lassen. Abrahimnejad klagt gegen die Ablehnung ihres
Asylantrags. Der juristische Weg kann Jahre dauern. Als
Asylbewerberin darf sie nicht studieren und nicht arbeiten.
Katheen Parker:
The Meaning of Neda Agha-Soltan (Houston
Chronicle, 6/24/09). Symbolically,
Neda’s death isn’t about voting irregularities, but about the clash
between superstitions that justify men’s dominion over women and the
universal yearning for freedom. Whatever the shooter’s true aim, the
body he left in the street has become immortal in the story of Iran.
Neda
— the voice of freedom — can never be silenced now.

Iran-Focus
Thomas L. Friedman: A Revolution
That Really Counts:
The Green Revolution(s) Iranian reformers don’t
need praise. They need the United States to end its dependency on
the oil that finances Iran’s Islamic dictatorship. Launching a real
Green Revolution in America would be the best way to support the
“Green Revolution” in Iran. (NYT, 6/25/09).
David R. Henderson (Antiwar, June 08, 2009):
Finally, an American president has done what no other president has
done but all of them beginning with Eisenhower should have. He has
admitted the U.S. government’s role in overthrowing a democratically
elected prime minister of Iran. President Barack Obama
did so on June 4 in Cairo. Obama stated, "In
the middle of the Cold War, the United States played a role in the
overthrow of a democratically elected Iranian government." Obama
was referring, of course, to the role that the CIA played in
fomenting a successful 1953 revolt against Iran’s prime minister,
Mohammad Mossadegh, a role that few Americans know
about but all should. Two of the Americans most responsible for
Operation Ajax, the U.S. government’s plan to overthrow Mossadegh,
were the CIA’s Kermit Roosevelt and Gen. H.
Norman Schwarzkopf, Sr. You can be sure that the neocons
will hammer him for admitting the U.S. government’s role in Iran and
will accuse him of "apologizing for America." So we need to support
him when he takes baby steps. If he gets no support, he’ll be less
likely to take such steps again.
SPIEGEL INTERVIEW WITH IRANIAN PRESIDENT
AHMADINEJAD (04/10/2009).
Iran's Latin America push - (Los
Angeles Times,
11/8/08). By John Kiriakou (CIA
counter-terrorism official from 1998-2004.) Over the last year Iran
has worked diligently to expand relations with a host of Latin
American countries, most of which have populist leaders who harbor a
strong distrust of the United States and are looking for a powerful
friend to help them rebuff Washington's influence. Venezuelan President Hugo Chavez,
for instance, has held up his close ties with Iran as an example of
what his revolution can do for the region. He has much to show for
it, including an Iranian ammunition factory, a car assembly plant, a
cement factory and other such examples of Iranian involvement. Then
there's Paraguay's new president, Fernando Lugo Mendez,
who was lauded in the Iranian media as "an enemy of the Great Satan"
after naming Hezbollah sympathizer and fundraiser Alejandro
Hamed Franco as the country's new foreign minister.
Bolivian President Evo Morales jumped into Iran's
lap even more quickly than his neighbors, ordering his foreign
minister to lift visa restrictions on Iranian citizens in exchange
for a $1.1-billion Iranian investment in Bolivia's gas facilities.
Morales then gushed that Bolivia would move its only embassy in the
Middle East from Cairo to Tehran.
Rumors Of
War with Iran. By Michael Hirsh And
Maziar Bahari | NEWSWEEK, Feb 19, 2007 Issue.
With Americans and Iranians jousting on the chaotic battleground of
Iraq, the chances of a small incident's spiraling into a crisis
are higher than they've been in years. Sometimes it seems as if a
state of conflict is natural to the U.S.-Iranian
relationship--troubled since the CIA-backed coup that restored the
shah to power in 1953, tortured since Ayatollah Khomeini's
triumph in 1979.
Early in 2002 Iran was included with Iraq and North Korea in the "Axis
of Evil." Michael Gerson, now a NEWSWEEK
contributor, headed the White House speechwriting shop at the time.
He says Iran and North Korea were inserted into Bush's controversial
State of the Union address in order to avoid focusing solely on Iraq.
At the time, Bush was already
making plans to topple Saddam Hussein, but
he wasn't ready to say so. Gerson says it was
Condoleezza Rice, then national-security adviser,
who told him which two countries to include along with Iraq. But the
phrase also appealed to a president who felt himself thrust into a
grand struggle. Senior aides say it reminded him of Ronald
Reagan's ringing denunciations of the "evil empire."
Surprises from the Fuhrer-of-the-day. By
Tom Blackburn.
Palm
Beach Post Columnist. (PBP, 5.11.07).
When
leaders take counsel of their fears and start shooting wildly, as
they did in Iraq, it's legitimate to question whether they have the
maturity to handle the kinds of weapons they warn others about.
Turkey to fund $ 3.5bn Iran gas
project, say officials (Reuters, 4.10.07).
Iran:
Warum die Mullahs im Iran kaum vom Bombenbau abzuhalten sind
und wo dabei Moskaus Interessen liegen. Wladimir
Jewsejew gibt Auskunft: "Aber selbst im für den Iran günstigsten
Fall würde es noch viele Jahre dauern, bis sie die Bombe haben... (Im
Falle eines Krieges ) würde sich die russische Führung
wahrscheinlich für die Bombe in den Händen Teherans entscheiden.
Denn ein Krieg würde viele Millionen Flüchtlinge in den Kaukasus und
bis nach Russland treiben. Im Iran leben Schätzungen zufolge 20
Millionen oder mehr Aseris, mehr als in Aserbaidschan, das an Dagestan
grenzt. Der Konflikt in Dagestan würde eskalieren und letztlich liefe
Russland Gefahr, den Nordkaukasus zu verlieren. Da wäre eine
iranische Atombombe das kleinere Übel."
USA haben
Iran gestärkt. Eine neue Studie des britischen Think
Tanks "Chatham House" (Royal Institute for
International Affairs) kommt zum Ergebnis: Es sei die amerikanische
Politik, die wirr, widersprüchlich und ergebnislos sei, während
Teheran seine Position im Nahen und Mittleren Osten durch nüchternes
Taktieren maximiert habe.
Die Legende vom Petro-Euro-Krieg.
Westliche Blogs und Zeitungen islamischer Staaten behaupten, die
USA wollten Iran angreifen, weil die Mullahs ihr Öl künftig in Euro
statt Dollar handeln möchten. Die These hat sich erstaunlich weit
verbreitet - erweist sich aber bei genauerem Hinsehen als Unfug. Bush vs. Iran
(SPIEGEL ONLINE, 10.3.06)
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