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Tibet
- Ein langjähriger Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen) fordert eine Radikalisierung der tibetischen Sezessionspolitik. (german-foreign-policy.org, 19.11.08). Hintergrund der Forderungen, die Tsewang Norbu, ein langjähriger Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung, erhebt, ist die aktuelle Konferenz von über 600 Exiltibetern am Sitz der selbsternannten "Exilregierung" Tibets in Dharamsala (Indien). Das Treffen ist vom politisch-religiösen Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama, einberufen worden und soll über die Strategie der Sezessionsbewegung beraten. Tsewang Norbu, der sich jetzt zur künftigen Strategie der "Exilregierung" in Dharamsala geäußert hat, besitzt innerhalb der exiltibetischen Debatte durchaus Gewicht. Bereits seit 1973 in der Bundesrepublik Deutschland ansässig, entwickelte er seit Mitte der 1980er Jahre die Tibetpolitik der Partei Die Grünen mit - an der Seite der Bundestagsabgeordneten Petra Kelly.[2] 1992 übernahm die Heinrich-Böll-Stiftung ihn als Mitarbeiter. Norbu gründete die Deutsch-Tibetische Kulturgesellschaft, war daneben auch für die Tibet-Initiative Deutschland aktiv und gehört zum Urgestein der deutschen Unterstützer für das tibetische Exil in Dharamsala. Die "Tibeter als ein Volk" hätten das "Recht auf Selbstbestimmung, und wir sollten dieses Recht nicht verwirken". Norbu ist "überzeugt", die "in Tibet verbliebenen Tibeter" hätten in der Mehrheit "eine starke innere Bindung an die vollständige Unabhängigkeit" bewahrt.
Colin Goldner
über die
Verklärungen Tibets und des Dalai Lama
(TP, 27.4.08). |