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Afghanistan -
Land am Hindukusch
("Hindu-Tod"):
Neues Vietnam?
War
on Terror? Afghanistan, Irak usw.
Kein Terror - kein Krieg
(9-11 und Folgen)
Gibt es bald ein Nord-
und Südafghanistan?
Jetzt macht in Washington ein Papier von der
US Website
Politico die Runde: Eine De-facto-Teilung
des Landes zwischen den regierbaren 60 Prozent im
Norden und den unregierbaren, Taliban-freundlichen Paschtunen im
Süden. Verfasser ist ein Mann von Gewicht, Einfluss und Erfahrung,
Robert Blackwill, ehemals Harvard-Professor,
Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats unter Vater Bush – mit
erheblichem Gewicht in den Zwei-plus-vier-Verhandlungen zur
deutschen Einheit und zuletzt US-Botschafter in Indien. (Welt,
18.7.10).
Bob Woodward: 'We
need to make clear . . . the cancer is in Pakistan'
(WP, 9/29/10).
As part of the partnership, the Pakistani military was billing the
United States more than $2 billion a year to combat extremists operating
in the remote areas near the Afghan border. But that money had not
prevented elements of the Pakistani intelligence service from backing
the two leading Afghan Taliban groups responsible for killing American
troops in Afghanistan.
More in
Washington Post.
Michael Hastings:
The Runaway General - Stanley McChrystal, top commander in
Afghanistan (Rolling Stone, 22 June 2010).
Ross
Douhat (NYT, 6/29/10):
One Way Out of Afghanistan.
The Obama administration has
been choosing between two ways of staying.
The first is what we’re doing now: the counterinsurgency
campaign that Gen. David Petraeus
championed (and now has been charged with seeing through),
which seeks to lay the foundations for an Afghan state
that’s stable enough to survive without our support.
The second way is the “counterterrorism-plus” strategy
that Vice President Joe Biden, among other
officials,
proposed last fall
as a lower-cost alternative.
Ostensibly a left-wing, antiwar critique
of counterinsurgency,
Michael Hastings’s
article relied heavily on complaints that the current
strategy places too much value on ... innocent Afghan lives.
Karzai against
the West?
Afghan
President Rebukes West and U.N. (NYT,
4/1/10).
Diplomats quietly worried
about another problem: that the anger toward the West would be used
by antiwar advocates in countries with troops here to bolster their
arguments for withdrawal. “People will hear this and say ‘Why are we
helping this man?’ ” said a Western diplomat in Kabul.
Thomas L. Friedman: “President
Karzai is not an adequate strategic partner.”
(NYT, 4/2/10).
NYT, 3/31/10:
Mr. Karzai now often voices the view that his interests and the
United States’ no longer coincide.
3 Germans Die in Afghan Clash. (NYT,
4/2/10). What for? For corrupt Karzai?
Blutiger Karfreitag in Camp Kunduz
(Spiegel, 2.4.10).
Nach Kritik am Westen:
Karzai bemüht sich um Schadensbegrenzung
(Spiegel, 2.4.10).
Grüner Tom Koenigs (Ex-SDS):
Warum Deutschland in Afghanistan bleiben soll.
Der Rückzug der internationalen Truppen steht im Zentrum der
Strategie-Überlegungen zu Afghanistan. Das sei der falsche Ansatz,
sagt der ehemalige Gesandte der UN in Afghanistan, Tom Koenigs. Das
Land dürfe nicht wie nach dem Rückzug der Sowjets 1989 allein
gelassen werden. "Einen Endtermin für den Abzug
zu nennen ist im Moment guten Gewissens nicht möglich."

Welt am Sonntag: Kritiker vergleichen den Afghanistan-Krieg
gerne mit Vietnam. Wie erklären Sie einem jungen
Demonstranten von heute, worin der Unterschied besteht zwischen
Afghanistan und Vietnam?
Koenigs: Der Unterschied besteht vor allem in der
Legitimität. Das Engagement in Afghanistan ist ein Einsatz der
Vereinten Nationen, nicht der eines einzelnen Landes. Es geht darum,
eine gewählte Regierung zu schützen, die auf Grundlage einer
Verfassung und der Menschenrechte agiert. Da kämpft niemand für
seine strategischen Interessen oder um Rohstoffe. Das ist übrigens
der Punkt, wo ich mit Demonstranten immer wieder in Diskussionen
komme. Die sind da falsch informiert. Rohstoffe gibt es in
Afghanistan kaum, und militärisch können die USA heute alles auch
von Flugzeugträgern und U-Booten aus machen. Dafür braucht man keine
Militärbasen mehr.
Welt am Sonntag: Friedrich Engels kam schon 1857 zu
dem Schluss: „Die Afghanen nehmen selten zum Gesetz ihre Zuflucht“
und seien insgesamt nicht staatsfähig.
Koenigs:
Engels ist auch in Afghanistan tot. Die Mehrheit
der Afghanen wünscht sich so etwas wie die EU. Und zwar nicht nur
den Wohlstand – auch Bildung, Partizipation, soziale
Aufstiegschancen. Sie wollen Teil eines Ganzen sein. Sie wollen
nicht, dass ihre Kinder auf den Dörfern versauern. Der Bildungswille
der Afghanen ist unglaublich. (Welt, 13.2.10).
Kommentar: Tom Koenigs vermachte
einst sein Erbe von 12 Millionen DM dem Vietcong.
Afghanistan - re-break and reset the
limb: Long before Thursday's election, U.S. officials had
identified
the Afghan political system — not simply the
Karzai government, but the very manner in which the
Afghan system created after the U.S. invasion is organized, and
allocates power and resources — as an obstacle to the goal of
defeating the Taliban. U.S. advisers had made clear that regardless
of who won the election, Washington planned to use the leverage
derived from the dependency of any Afghan on Western military and
financial support to reorganize the way the country is governed —
strengthening the capability of ministries to deliver services to
the citizenry; eliminating corruption and cronyism; and reallocating
power and resources away from the central government and towards
provincial and local level administrators capable of promoting
development and winning the hearts and minds of the population.
(Time, 08/22/09).
Center for
American Progress: Sustainable Security in
Afghanistan. Crafting an Effective and Responsible Strategy
for the Forgotten Front. By
Lawrence J. Korb,
Caroline Wadhams,
Colin Cookman,
Sean Duggan | March 24, 2009
Justin Raimondo:
‘Progressive’ Warmongers - Liberals
rally 'round Obama's war. (antiwar.com, April 08, 2009).
Brookings Institute:
Tackling NATO's Challenges (3/30/09).
Als in Kabul Hippies tanzten
- Lehren eines deutschen Polizisten (et)
Anand Gopal:
Why we’re losing in Afghanistan (Salon,
10.10.08). This is a war to be won by constructing roads, creating
jobs, cleaning up the government and giving Afghans something
they’ve had preciously little of in the last 30 years: hope. However,
hope is fading fast here, and that’s a fact Washington can ill
afford to ignore; for once the Afghans lose all hope, the Americans
will have lost this war.
Tariq Ali:
Has the U.S. Invasion of Pakistan Begun?
(alternet,18.9.08). What is really
required in the region is an American/NATO exit strategy from
Afghanistan, which should entail a regional solution involving
Pakistan, Iran, India, and Russia. These four states could guarantee
a national government and massive social reconstruction in that
country. No matter what, NATO and the
Americans have failed abysmally.
TARIQ ALI:
AFGHANISTAN: MIRAGE OF THE GOOD WAR.
New Left Review 50, March-April 2008
Afghanistan: - Interview mit Ahmed Rashid (faz,
09. Juli 2008). Ahmed Rashid
ist Pakistans berühmtester Journalist. In seinem Buch „Descent
into Chaos“ beschreibt er die Lage Afghanistans seit dem
Sturz der Taliban. Die Europäer, so Rashid, hätten die Größe des
Konflikts nicht erkannt. "Heute sind die Taliban
zur Terrorgruppe geworden, sie exekutieren Leute,
enthaupten sie, foltern und töten Zivilisten, unter dem Einfluss von
Al Qaida. Damit ging es erst 2003, 2004 los, als
ihr Aufstand neuerlich begann." "Die Ursünde hat die Bush-Regierung
begangen, als sie nur Wochen nachdem sie die Taliban vertrieben
hatte, sich zum Krieg gegen den Irak entschied und die nächsten
Jahre Afghanistan praktisch aufgab." "Die Führung der Taliban lebt
in der Provinz Baluchistan, nicht in den Bergen,
sondern in und um die Stadt Quetta. Man könnte sie
verhaften und ihre Verbindungen zu ihren Kommandeuren in Afghanistan
abschneiden." "Jede terroristische Verschwörung, jeder Anschlag in
Europa seit 2003 lässt sich in die pakistanischen Stammesgebiete
zurückverfolgen. Jeder europäische Staat hat heute ein Problem mit
einheimischem Extremismus, und der erhält Inspiration und Ausbildung
aus der pakistanisch-afghanischen Grenzregion." "Der Irak ist
gewissermaßen ein Nebenschauplatz, der Konflikt wird über kurz oder
lang regional von den Arabern mit den Amerikanern gelöst. Aber der
Krieg in Zentralasien ist global in seinen Dimensionen, und er geht
die Deutschen direkt an."
Osama bin Ladin: Ungerecht sei
der Afghanistan-Krieg, weil "weder die Regierung noch das Volk",
also weder die Taliban noch die Afghanen, Verantwortung für die
Anschläge vom 11. September 2001 getragen hätten.
"Ich bin verantwortlich für die Anschläge und
bestätige, dass die Afghanen überhaupt kein Wissen über die
Anschläge hatten." Die USA hätten niemals Beweise für das Gegenteil
vorlegen können. (Spiegel, 30.11.07).
Tom Koenigs im Gespräch: „Nicht
auf einen militärischen Sieg über die Taliban hoffen“ (FAZ,
9.10.07). UN-Sonderbeauftrager
Tom Koenigs verlässt Afghanistan
(FAZ, 8.10.07).

Tom Koenigs
The
Agony of the Left.
Forced to choose between the
West and the Taliban, some have trouble deciding.
BY ANDREW SULLIVAN in Wall Street Journal, 4. Oct. 2001
George
W. Bush, Declaration of War on Terrorists, 21. September 2001
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